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Südafrika: Nashorn stirbt bei Tierschützer-Demo

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Nashorn stirbt bei Tierschützer-Demo

10.02.2012, 13:24 Uhr | AFP, je

Südafrika: Nashorn stirbt bei Tierschützer-Demo. Rhino-Drama in Südafrika: Der narkotisierte "Spencer" beim Einsetzen des Peilsender durch Tierschützer. Wenig später starb das Tier beim Aufwachen (Quelle: Reuters)

Rhino-Drama in Südafrika: Der narkotisierte "Spencer" beim Einsetzen des Peilsender durch Tierschützer. Wenig später starb das Tier beim Aufwachen (Quelle: Reuters)

Vor den Augen geschockter Beobachter ist in Südafrika ein Nashorn gestorben. Und zwar ausgerechnet durch die Hand von Tierschützern, die demonstrieren wollten, wie man Rhinozerosse besser vor Wilderern schützen kann.

Dazu setzten die Mitarbeiter eines Nashorn-Rettungsprojekts dem betagten Rhino namens "Spencer" in einem Wildpark in der Nähe von Johannesburg einen kleinen Peilsender in dessen Horn ein. Geladene Journalisten wohnten der Demonstration bei.

Mit solchen Peilsendern im Horn der Nashörner wollen Tierschützer erstens den Weg der Tiere verfolgen. Er soll aber auch Aufschluss über den Verbleib der bei Wilderern begehrten Hörner geben, nachdem die Tiere getötet wurden.

Herzinfarkt oder hohes Alter

"Das Einsetzen des Peilsenders war kein Problem, das Verfahren ist 100-prozentig sicher", betonte eine Sprecherin des Rhino Rescue Project. "Aber es gibt immer ein Risiko, wenn ein so großes Tier betäubt wird." Jedenfalls starb das Tier, nachdem ihm eine Spritze gegeben wurde, um aus der Narkose wiederaufzuwachen.

"Spencer" sei wahrscheinlich entweder an einem Herzinfarkt gestorben oder Opfer seines mit 22 Jahren hohen Alters, vermuten die Tierschützer. Die genaue Todesursache soll nun eine Autopsie klären.

Allein im vergangenen Jahr wurden in Südafrika schätzungsweise 450 Nashörner getötet, eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den Vorjahren. Die Zunahme von Wilderei setzt den Nashornpopulationen weltweit stark zu. Viele Arten, die sich in der Vergangenheit vor allem in Südafrika, wieder erholt hatten, sind dadurch erneut bedroht.

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