14.04.2012, 12:33 Uhr | dapd
Bei einer tollkühnen Aktion wäre der Gouverneur des US-Staats Vermont fast von einem Bären geschnappt worden. Vier Bären in einem Baum vor seinem Haus in Montpelier hätten ihn aufgeweckt, berichtete Peter Shumlin.
Die Tiere hätten das Vogelfutter aus den Futterspendern gefuttert. Er sei heruntergegangen, um die Spender abzunehmen. Solange sie dort hingen, würden die Bären immer wiederkommen, erklärte er.
Leicht bekleidet wie er war, ging er hinaus und schnappte sich die ersten zwei Spender. Als er den dritten und vierten Spender griff und den Rückzug antreten wollte, habe ihn einer der Bären verfolgt. "Einer der größeren Bären hatte Interesse an mir bekommen", sagte Shumlin. "Er war wahrscheinlich weniger als zwei Meter weg, als ich die Tür zuschlug. Dann rannte er weg."
Er habe etwas daraus gelernt, sagte der 56-Jährige: "Wenn du die Vögel zu dieser Jahreszeit noch füttern willst, nimm die Futterspender nachts ab."
Sehr wahrscheinlich habe Shumlin es mit einem Muttertier mit drei Jungen zu tun gehabt, sagte David LeCour, oberster Wildhüter des Staats. Er habe noch nie davon gehört, dass ein Bär einen Menschen wegen etwas Essbarem verfolgt habe. Aber eine Mutter schütze ihren Nachwuchs. "Höchstwahrscheinlich hatte sie den Eindruck, dass ihre Jungen bedroht wurden", sagte LeCour.
Quelle: dapd
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