09.12.2012, 12:59 Uhr | dpa
Der Erfindergeist eines Hubschrauberpiloten der Bundespolizei hat in Schleswig-Holstein einem Reh das Leben gerettet. Das Tier war auf dem Süseler See bei Eutin auf dünnem Eis festgefroren.
Der Hubschrauberbesatzung gelang es mit geschickten Flugmanövern, so viel Wind zu erzeugen, dass sich das Reh vom Eis löste und an das Ufer geblasen wurde. Dort angekommen sprang das unverletzte Tier sofort weg.
Vor der rettenden Idee hatten die Beamten zunächst nach Schilderung der Polizeileitstelle Lübeck überlegt, das Tier mit einem Schlauchboot vom Eis zu holen. Sie wollten aber aber keine Menschen in Gefahr bringen.
Dann sollte ein Jäger das Tier mit einem gezielten Schuss erlösen. Weil die Kugeln aber Menschen am anderen Ufer hätten treffen können, kam auch das nicht infrage.
Nach einer Stunde wollten die Helfer aufgeben. Doch dann kam zufällig der Hubschrauber der Bundespolizei von seiner Ostseestreife zurück. Die Piloten hatten das Geschehen im Funk verfolgt und boten an, das Tier vom Eis zu wehen - mit Erfolg, wie sich herausstellte.
Quelle: dpa
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