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Stralsund: Sandtigerhai verweigert Futter

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Hai im Hungerstreik sorgt für Kopfzerbrechen

25.02.2013, 18:55 Uhr | dapd

Stralsund: Sandtigerhai verweigert Futter. Sorge um "Valentin": Sandtigerhai im Hungerstreik (Quelle: dapd\Jens Koehler)

Sandtigerhai "Valentin" ist der Appetit vergangen. (Quelle: Jens Koehler/dapd)

Sorge um Hai "Valentin": Elf Tage nach seiner Ankunft im Stralsunder Ozeaneum verweigert der 110 Kilo schwere Räuber noch immer jede Nahrung. Bislang habe der Hai jeden an der Wasseroberfläche des Schwarmfischbeckens angebotenen Leckerbissen ignoriert, sagt Ozeaneumsprecher Jens Oulwiger: "Er schwamm einfach an den gereichten Fischhappen vorbei."

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Um den Hungerstreik zu beenden, fassten sich drei ausgebildete Taucher des Meeresmuseums ein Herz und sprangen zur Fütterung in das 2,6 Millionen Liter fassende Megabecken. Mehr als eine halbe Stunde lang versuchte ein erfahrener Taucher, dem 2,4 Meter langen Hai eine auf einem Spieß aufgesteckte Brasse vor das Maul zu halten, während seine beiden Kollegen die nicht ganz ungefährliche Aktion mit Stäben absicherten.

Sonderbehandlung

Tauchgänge zur Fütterung sind eigentlich nicht üblich. Vor vier Jahren war es aber auf ähnliche Weise Experten des Aquariums gelungen, zwei im Atlantik gefangene Mondfische an neues Futter zu gewöhnen.

Bei dem Hai scheiterte dieser Versuch jedoch. Das Tier zeigte keinerlei Interesse an dem drei Kilo schweren Fisch. Zwar seien Haie an sich recht ausdauernd, sagt Oulwiger. Auch in freier Natur legten sie gelegentlich mal tagelange Fresspausen ein. "Aber allmählich machen wir uns schon etwas Sorgen."

In den nächsten Tagen solle deshalb mit einem weiteren Tauchgang versucht werden, den Hai zum Fressen zu bewegen. "Wir machen das aber nicht so gern, denn eigentlich soll ein Hai die Taucher nicht mit Futter in Verbindung bringen." Das könnte zum Beispiel künftige Reinigungsarbeiten in dem Becken erschweren.

Neue Lebensumstände

"Valentin" war in der Nacht zum Valentinstag mit einem Spezialtransporter aus Kiew an den Sund gebracht worden. Der Neuankömmling sollte im Schwarmfischbecken der Sandtiger-Dame Niki Gesellschaft leisten, die vor einem Jahr aus dem Berliner Zoo-Aquarium nach Stralsund kam. Für die Überführung in das Riesenaquarium wurde das Tier mit einem 80-Tonnen-Kran auf die Dachterrasse des Ozeaneums gehievt und dann von elf Mitarbeitern in sein neues Zuhause geschleppt.

Bislang hatte der Sandtigerhai sein Leben in einem nur 300.000 Liter großen Schauaquarium eines Einkaufszentrums in Kiew verbracht und sich dort auch Verletzungen an der Schnauze zugezogen.

Die bronzefarbenen Sandtigerhaie sind im Unterschied zu Tigerhaien für den Menschen eher ungefährlich. Die in allen tropischen und subtropischen Meeren vorkommenden Haie ernähren sich vor allem von anderen Fischen, Krebsen und Weichtieren.

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