16.07.2013, 16:38 Uhr | t-online.de, dpa, je
Der Riesenwels aus dem Spreewald, den vor vier Wochen ein Brandenburger Fischer aus dem Neuendorfer See gezogen hat, hatte 23 Jahre auf dem Buckel. Damit zählt das Tier zu den größten Fischen, die jemals in dem ostdeutschen Bundesland gefangen wurden.
Welse dieser Größe können mehr als 60, vielleicht gar 80 Jahre alt sein. Erstaunlich ist, dass das riesige Tier noch vergleichsweise jung ist. Experten vermuten, das könnte mit dem Klimawandel zu tun haben. Jedenfalls hat sich der Wels-Bestand in den märkischen Gewässern in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert.
Biologen des Instituts für Binnenfischerei in Potsdam haben das 2,25 Meter lange und 67 Kilo schwere Exemplar untersucht. Das genaue Lebensalter konnten sie anhand eines Wirbelknochens bestimmen. "Ähnlich wie ein Baum Jahresringe hat, kann man die Lebensjahre am Knochen sehen", erklärte Institutsbiologe David Rittbusch.
Der Wels, Europas größter Süßwasserfisch, hatte sich Anfang Juni in den Reusen der Spreewaldfischerei Alt-Schadow im Neuendorfer See verfangen, durch den die Spree hindurchfließt. Für den Fischer Wolfgang Richter bedeutete das nach 42 Berufsjahren den Fang seines Lebens.
Normalerweise fängt er in seinen Reusen Aale, Karpfen und Schleien. Diesmal platzte eine von Richters Reusen aber beinahe aus den Nähten. „Ich habe fast das Boot versenkt, als ich den Wels aus dem Wasser geholt habe“, erzählt Richter. Nur mit Mühe gelang es ihm, den mächtigen Wels aus dem Netz zu befreien.
In Österreich soll ein Riesenwels vergangenes Jahr ein 14-jähriges Mädchen attackiert und verletzt haben. Auch in Bayern sorgte ein Riesenwels für Unruhe. Er soll unter anderem Schwäne gefressen haben.
Vor einem Jahr hatte ein Freizeit-Angler in Niedersachsen einen gewaltigen Wels-Fang gemacht, der aber dem Brandenburger um einiges nachsteht, teilte Lars Dettmann vom Landesfischereiverband mit. Der Petrijünger angelte aus einem Kiessee einen 1,83 Zentimeter langen und 42,6 Kilogramm schweren Wels.
Einen 216 Zentimeter langen Wels hat Peter Merkel ebenfalls 2012 aus dem Neckar gefischt. Unter Anglern ist der gelernte Maler und Lackierer als "Welsjäger" bekannt. In den vergangenen Jahren hatte er mehrmals Fische mit über zwei Metern Länge an einer Spezialangel. Sein Welsrekord im Neckar liege bei 221 Zentimetern.
Größere und ältere Welse kamen in Deutschland bislang zwar so gut wie nicht vor. Europaweit gab es aber auch schon mächtigere Fänge. Die verlässlich dokumentierten größten Fänge mit der Angel waren ein 144 Kilogramm schweres und 2,78 Meter langes Tier aus dem Po in Italien und ein 148 Kilogramm schweres Exemplar, das in Bulgarien gefangen wurde.
16.07.2013, 16:38 Uhr | t-online.de, dpa, je
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