Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Panorama > Tiere >

Delfinsterben sucht USA heim: Hunderte tote Tiere an Stränden

...

Hunderte tote Tiere an Stränden

Rätselhaftes Delfinsterben in den USA

05.09.2013, 09:32 Uhr | dpa

Macht ein Virus den Delfinen an der Ostküste der USA zuschaffen? (Quelle: dpa)

Macht ein Virus den Delfinen an der Ostküste der USA zuschaffen? (Quelle: dpa)

Sie sehen aus, als würden sie lachen, aber das ist nur die Physiognomie. Delfine sind die munteren, intelligenten Tiere, die wohl jeder mag. Doch in den USA macht "Flipper" gerade ganz andere Schlagzeilen. Zu Hunderten werden tote Tiere an die Strände zwischen New York und Florida gespült. Und keiner weiß genau, was den klugen Säugetieren den Garaus macht.

Von einem "alarmierenden Anstieg" der Fälle spricht die für den Schutz der Ozeane zuständige Umweltbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Schon vor drei Wochen haben die Experten das Phänomen offiziell zur "Ungewöhnlichen Todeshäufung" erklärt. In diesem Sommer wurden nach Angaben der NOAA bis Montag 430 Delfine angeschwemmt. Der Durchschnitt für den Zeitraum liegt sonst bei 26.

Tiere deutlich abgemagert

An den Küsten der Mittelatlantik-Staaten der USA sind Experten und Freiwillige unterwegs, um die Kadaver einzusammeln. "Sie arbeiten rund um die Uhr, um schnell zu toten oder lebenden Tieren zu kommen, damit wir die Sterblichkeit erfassen können", sagt Teri Rowles, die bei der NOAA eine Expertengruppe zur Gesundheit von Meeressäugern leitet.

Foto-Serie: Top-Nachrichten des Tages

Was sie vorfinden: Delfine aller Altersklassen und beiderlei Geschlechts, an den Strand gespült, manchmal noch lebend, zumeist längst tot und oft schon stark verwest. Die angespülten Tiere sind deutlich abgemagert, viele haben Lungenschäden.

Betroffen ist vor allem der Große Tümmler. Das sind genau die Tiere, die die meisten Menschen mit dem Begriff "Delfin" in Verbindung bringen. Sie machen in Freizeitparks Kunststücke und winken in Delfinarien scheinbar fröhlich den Besuchern zu. Und es ist "Flipper": Der "kluge Delfin", der Fernsehgeschichte schrieb und auch in mehreren Kinofilmen auftrat - alles Große Tümmler.

Ursache könnte ein Virus sein

Es ist das größte Delfinsterben seit einem viertel Jahrhundert in den USA. Damals, 1987/88, waren zwischen New Jersey und Florida etwa 750 Tiere verendet. Letztlich wurde ein Virus gefunden. Und diesmal?

"Der Hauptgrund für die Todesfälle könnte ein Virus sein", heißt es auch diesmal von der NOAA. In 32 Kadavern aus allen betroffenen Staaten seien das Cetacean morbillivirus oder zumindest Hinweise darauf gefunden worden. Ein ganz ähnlicher Erreger kann bei Hunden eine gefürchtete Krankheit auslösen, die Staupe. Und auch das Masernvirus ist mit ihm eng verwandt.

Für Menschen ungefährlich

Für die Meeresbiologen ist das Virus zumindest der Hauptverdächtige. Doch sie haben auch noch Brucella in einigen Tieren gefunden. Wegen dieses weitverbreiteten Bakteriums wird Milch pasteurisiert. Hier macht Brucella offenbar, zumindest in einigen Fällen, mit dem Virus gemeinsame Sache - und hat möglicherweise zu Entzündungen von Lungen, Gehirnen, Haut und Knochen geführt.

Zumindest zwei gute Nachrichten gibt es: Menschen können sich kaum anstecken, Badende müssen keine Sorge haben. Dennoch sollten tote oder auch sterbende Tiere keinesfalls berührt werden - ein Laborant hatte sich bei der Arbeit mit Brucella infiziert.

Die zweite gute Nachricht: Die Art ist nicht gefährdet, noch leben Zehntausende Delfine vor der Ostküste. Allerdings hatte die Epidemie von 1987/88 dem Bestand arg zugesetzt. "Die Hälfte der Population war betroffen. Wir machen uns auch diesmal große Sorgen", sagt Biologin Rowles. Denn für dieses Mal gilt: Es ist noch nicht vorbei.

05.09.2013, 09:32 Uhr | dpa

Diesen Artikel...

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Helden des Alltags 
Fahrgäste retten Busfahrer vor Übergriff

Diese Männer zeigen Zivilcourage und greifen ein. zum Video

Fotos des Tages
Sonderzustellung 
Wenn der Postbote nicht mehr klingelt

Hier zeigt der Postbote Dave Jackson in Colorado echten Körpereinsatz. mehr

Aus dem All 
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Wetter 
Deutschlandwetter

Verbreitet regnerisch, nur zwischen Ostsee und Sachsen teils sonnig. 16 zu 21 Grad. Deutschlandwetter

Glücksspiel 
Die aktuellen Gewinnzahlen

12, 16 , 28, 40, 42, 48 Superzahl 3 (Alle Angaben ohne Gewähr). Jetzt online spielen!

Bundestagswahl 2013 
Diese Wahlwerbespots sollten Sie kennen

Abschaffung der Lohnsteuer oder Schuluniformen: Was die Parteien in ihren Spots fordern. Video

Bundestagswahl 2013 
Wen Sie am 22. September wirklich wählen sollten

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl sagt Ihnen, welche Partei Ihre Positionen am besten vertritt. mehr

Shopping 
Schrei vor Glück: Schuhe, Mode u.v.m. von Topmarken

Jetzt die neuen Kollektionen bei zalando.de entdecken - Versand gratis. zum Zalando-Special

Anzeige
Partner
Finden Sie Ihren Traumjob
 

Foto-Serien und Videos
Shopping
Shopping 
Hier geht's App: iPad und Co. ersetzen das Notebook

Tablet-PCs in verschiedenen Größen von allen Topmarken - jetzt zu Knallerpreisen bei eBay.de.

Shopping 
Versandkostenfrei bestellen: Weinpaket inkl. Gläser!

7 Flaschen Aurora + 2 Weingläser nur 49,- € statt 91,20 €. Jetzt zugreifen auf Hawesko.de.

Shopping 
Tintenpatronen jetzt auf Rechnung kaufen

Mit Tiefpreisgarantie: Patronen für Canon-, Epson- und HP-Drucker. bei druckerzubehoer.de

tchibo.deOTTObonprix.deZalandoBAURCECILCONRADWeltbild.deDouglas
THEMEN VON A BIS Z

Anzeige