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Die letzten Löwen in Westafrika: 400 Raubkatzen vom Aussterben bedroht

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Die letzten Löwen in Westafrika  

400 Raubkatzen vom Aussterben bedroht

14.01.2014, 17:26 Uhr | AFP

Die letzten Löwen in Westafrika: 400 Raubkatzen vom Aussterben bedroht. 250 Raubkatzen vom Aussterben bedroht (Quelle: dpa)

Einer der letzten seiner Art: Ein Westafrikanischer Löwe im Zoo (Quelle: dpa)

Tierforscher sorgen sich um den Erhalt der Löwen in Westafrika. In der gesamten Region lebten nur noch 250 Löwen im fortpflanzungsfähigen Alter, hinzu kämen 150 jüngere Tiere, sagte Philipp Henschel von der Organisation Panthera.

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In einem auf sechs Jahre angelegtem Programm versucht die Organisation die Löwenpopulation in Westafrika zu erfassen.

Demnach leben die 400 Löwen in fünf Staaten der Region: 90 Prozent im Reservat W-Arly-Pendjari im Grenzgebiet zwischen Benin, Burkina Faso und dem Niger, die anderen im Senegal und in Nigeria.

Im Westen Afrikas lebt lediglich ein Prozent der insgesamt 35.000 Löwen des Kontinents.

"Wenn wir die Löwen Westafrikas verlieren, dann verlieren wir Gensequenzen", warnte Henschel. "Die Löwen aus dem Osten und dem Süden sind sich genetisch sehr ähnlich. Die aus Zentral- oder Westafrika sind ganz anders."

Ständiger Konkurrenzkampf mit dem Menschen

Die Tiere müssen außerdem mit den Menschen um das Land kämpfen. Jagdgebiete der Löwen werden zu landwirtschaftlichen Nutzflächen umgewandelt. Zudem jagen Menschen Wild, das zu den Hauptnahrungsmitteln der Löwen gehört. Die Raubkatzen werden außerdem von Bauern getötet, die ihr Vieh schützen wollen.

"Die Hauptbedrohung für die Löwen in dieser Region ist, dass sie keinerlei wirtschaftlichen Nutzen haben", sagte Henschel.

Die Politiker in den armen Ländern Westafrikas betrachteten ihre wilden Tiere nicht als gewinnbringend. Anders als in Süd- und Ostafrika, wo der Safari-Tourismus eine wichtige Einnahmequelle ist. Daher sei es notwendig, dass die Tiere von den Menschen unterstützt und vor dem Aussterben bewahrt zu werden.

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