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UN-Sicherheitsrat billigt Beobachtermission für Syrien

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UN-Sicherheitsrat billigt Beobachtermission für Syrien

14.04.2012, 21:39 Uhr | dapd

UN-Sicherheitsrat billigt Beobachtermission für Syrien. Die Arabische Liga hatte bereits Beobachter nach Syrien geschickt - jetzt hat auch der UN-Sicherheitsrat eine Beobachtermission beschlossen (Quelle: dpa)

Die Arabische Liga hatte bereits Beobachter nach Syrien geschickt - jetzt hat auch der UN-Sicherheitsrat eine Beobachtermission beschlossen (Quelle: dpa)

 

Neue Gewalt hat am Samstag den fragilen Waffenstillstand in Syrien bedroht. Bei Angriffen von Regierungstruppen und Rebellen kamen nach Angaben von Aktivisten und Medien mindestens neun Menschen ums Leben. Der UN-Sicherheitsrat in New York billigte unterdessen einstimmig eine Beobachtermission für Syrien, die die vereinbarte Waffenruhe überwachen soll.

Bereits vor der Zustimmung des Weltsicherheitsrats am Samstag hatte das Büro des Syrien-Sonderbeauftragten Kofi Annan erklärt, ein Vorausteam stehe bereit. Die rund 30-köpfige Gruppe soll die Arbeit einer vollständigen Mission mit dann bis zu 250 Beobachtern vor Ort vorbereiten. Der Entsendung muss auch Syrien zustimmen.

Brüchige Waffenruhe

Angriffe beider Seiten wurden am Samstag aus Homs gemeldet. Regierungstruppen hätten zwei von Rebellen gehaltene Viertel unter Beschuss genommen, teilte das in Großbritannien ansässige Syrische Observatorium für Menschenrechte mit. Dabei sei mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Der Körper des Mannes habe mehrere Stunden auf der Straße gelegen, da Granatenbeschuss und Scharfschützenfeuer eine Bergung unmöglich gemacht hätten, erklärte ein Aktivist.

Foto-Serie: Syriens Herrscher-Clique

Die amtliche Nachrichtenagentur SANA meldete derweil, Rebellen hätten das Viertel Sahra mit Granaten beschossen, eine Hochburg von Anhängern der Regierung. Dabei habe es einen Toten und zwölf Verletzte gegeben.

Koordinierungskomitees melden drei Tote in Aleppo

Auch aus weiteren Teilen des Landes wurden Vorwürfe beider Seiten laut. Bei einer Beerdigung in Aleppo hätten Regierungstruppen das Feuer eröffnet und vier Menschen getötet, berichteten die Örtlichen Koordinierungskomitees. Im Damaszener Vorort Dumair nahmen Soldaten nach Angaben der Organisation zahlreiche Menschen fest. Bei der Explosion eines Autos seien eine Zivilperson getötet und zwei weitere verletzt worden.

Bei einem Angriff von Rebellen auf ein mit Soldaten besetztes Auto in der Region Daraa seien hingegen zwei Sicherheitskräfte getötet worden. Nach einem SANA-Bericht wurde am Samstag in einem Vorort der Stadt Hama ein Heeresoffizier auf seinem Weg zur Arbeit entführt. In der Ortschaft Tin im Norden des Landes hätten Bewaffnete den Lokalpolitiker Mohammed Ismail al Ahmad niedergeschossen und verschleppt, hieß es weiter.

Deutscher Frachter laut Bericht mit Waffen gestoppt

Unterdessen wurde bekannt, dass ein deutsches Frachtschiff offenbar iranische Waffen nach Syrien bringen sollte. Wie "Spiegel online" berichtete, wurde die "Atlantic Cruiser" der Emder Reederei Bockstiegel kurz vor Erreichen des syrischen Mittelmeerhafens Tartus gestoppt. Das Bundeswirtschaftsministerium geht nach eigenen Angaben Hinweisen auf eine Verletzung des Waffenembargos gegen Syrien nach.

Das Schiff soll im Hafen von Dschibuti von einem iranischen Frachter schweres Militärgerät und Munition übernommen haben. Die geplante Umgehung des Waffenembargos sei durch Überläufer im syrischen Regierungsapparat bekannt geworden. Sie warnten demnach auch die Reederei. "Wir haben das Schiff gestoppt, nachdem wir Hinweise auf die Waffenladung erhielten", sagte Schiffsmakler Torsten Lüddeke von der C.E.G. Bulk Chartering, die für die Befrachtung des Schiffs verantwortlich ist, dem Magazin.

"Waffen hätten wir nie an Bord gelassen"

Der Frachter sei an die ukrainische Firma White Whale Shipping in Odessa vermietet worden. "Die haben uns als Ladung vor allem Pumpen und ähnliche Dinge deklariert", sagte Lüddeke. "Waffen hätten wir nie an Bord gelassen."

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte in Berlin, der Sachverhalt sei bekannt und den Hinweisen werde nachgegangen. Das Waffenembargo ist von der Europäischen Union verhängt worden.

 
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