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Erdogan droht mit Militäreinsatz gegen PKK in Syrien

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Erdogan droht mit Militäraktion gegen PKK in Syrien

26.07.2012, 13:53 Uhr | dapd, AFP

Erdogan droht mit Militäreinsatz gegen PKK in Syrien. Spannung an der türkisch-syrischen Grenze: Greifen die Türken militärisch ein? (Quelle: Reuters)

Spannung an der türkisch-syrischen Grenze: Greifen die Türken militärisch ein? (Quelle: Reuters)

Der türkische Regierungschef Recep Erdogan hat mit einem Militäreinsatz gegen Rebellen der in der Türkei als terroristische Vereinigung verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im benachbarten Syrien gedroht. Dass sein Land das Recht dazu habe, sei eine "Selbstverständlichkeit" und Teil der türkischen Verteidigungsstrategie.

Die syrische Führung unter Präsident Baschar al-Assad habe den an die Türkei grenzenden Norden des Landes PKK-Kämpfern "anvertraut", sagte Erdogan im türkischen Fernsehsender Kanal 24. Die PKK, die auch von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird, kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat. In dem Konflikt kamen bislang rund 45.000 Menschen ums Leben.

In Syrien lässt Assad seit März 2011 einen Aufstand gegen seine Führung blutig niederschlagen. Nach Angaben der Opposition wurden bislang mehr als 19.000 Menschen getötet. Deutlich über 100.000 Menschen sind aus dem Land geflüchtet. Viele davon in die Türkei.

Keine Grenzkontrolle für syrische Flüchtlinge

Die knapp 900 Kilometer lange Grenze zwischen beiden Ländern wird immer mehr zum Politikum. Am Mittwoch ließ Ankara alle legalen Grenzposten nach Syrien schließen. Nach Darstellung der Behörden gilt die Grenzsperre für Türken, die nach Syrien reisen wollen - nicht aber für syrische Flüchtlinge. "Wir müssen uns um sie kümmern, denn es sind unsere Brüder und Schwestern", sagte Suphi Atan, ein Sprecher des türkischen Außenministeriums.

Erdogan hatte schon früh Position gegen Assad bezogen. Das Grenzgebiet, in Friedenszeiten verschlafene Provinz, ist inzwischen zum Sammelpunkt für Rebellen, Waffenschmuggler, Deserteure, Verwundete und Flüchtlinge geworden. Die Freie Syrische Armee (FSA) hat kurz hinter der Grenze bei Apaydin auf türkischem Boden ein Lager errichtet, das von türkischen Soldaten geschützt wird.

Besonders angespannt wurde die Situation zwischen beiden Staaten, als syrische Streitkräfte Ende Juni einen türkischen Kampfjet abgeschossen haben sollen. Erdogan drohte dem Nachbarn daraufhin unverhohlen mit dem "heftigen Zorn" der Türkei. Man werde ab sofort auf alle Gesetzesverletzungen an der Grenze reagieren, sagte der Premier damals. Jeder syrische Soldat, der sich der Grenze nähere, werde nun als Bedrohung betrachtet.

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