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Eastwood nennt Stuhl-Rede auf Parteitag "sehr unorthodox"

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Eastwood nennt Stuhl-Rede auf Parteitag "sehr unorthodox"

08.09.2012, 09:06 Uhr | dapd, dpa

Eastwood nennt Stuhl-Rede auf Parteitag "sehr unorthodox". Eine eher spontane Idee: Clint Eastwood während seiner Stuhl-Rede (Quelle: AFP)

Eine eher spontane Idee: Clint Eastwood während seiner Stuhl-Rede (Quelle: AFP)

Hollywood-Ikone Clint Eastwood schätzt seinen umstrittenen Auftritt beim Nominierungsparteitag der Republikaner inzwischen selbst als "sehr unorthodox" ein. Die Idee dazu sei ihm spontan erst kurz vor dem Betreten der Bühne gekommen, sagte Eastwood. An seiner Kritik an Barack Obama hält der 82-Jährige aber fest. Der US-Präsident sei "der größte Betrug, der je am amerikanischen Volk begangen wurde", so Eastwood.

"Ich hatte mir nicht genau zurechtgelegt, was ich sagen würde, bis ich es gesagt habe", erklärte der Schauspieler und Regisseur in einem Interview der kalifornischen Tageszeitung "Carmel Pine Cone".

Auf die Idee sei er gekommen, als man ihm hinter der Bühne einen Stuhl angeboten habe. "Da war dieser Stuhl und jemand fragte mich, ob ich mich nicht setzen wolle", sagte Eastwood.

Ursprünglich nur fünf Minuten Redezeit

Ursprünglich sei ihm gesagt worden, dass er fünf Minuten Redezeit habe. Allerdings sei es kompliziert gewesen, die Zeit zu messen, auch weil es keinerlei Signale gegeben habe. Eastwoods Auftritt, der nicht zuletzt online für viel Spott sorgte, dauerte am Ende zwölf Minuten.

Eastwood sagte, er sei sich bewusst gewesen, dass er einige Male ins Stocken geraten sei. Aber so sei das eben, "wenn du keine ausgearbeitete Rede hast", so der Hollywood-Star. Anschließend hätten ihm der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und dessen Vize Paul Ryan jedenfalls gedankt. "Sie waren sehr begeistert und wir haben alle gelacht."

"Ich weiß noch nicht, was ich sage"

Mitarbeiter von Romney hätten zuvor noch versucht, ihn zu fragen, was er denn in dieser eigentlich streng durchchoreographierten Veranstaltung zu sagen gedenke. "Sie überprüfen die meisten Menschen, aber ich sagte ihnen: Nicht mit mir, denn ich weiß noch nicht, was ich sagen werde", so Eastwood.

Bei dem Auftritt am 30. August hatte der Filmemacher zu einem leeren Stuhl gesprochen, auf dem ein unsichtbarer Barack Obama sitzen sollte. Er habe sein Ziel erreicht, drei Dinge zu vermitteln, zog Eastwood Bilanz: "Dass nicht jeder in Hollywood links steht, dass Obama eine Menge Versprechen gebrochen hat und dass die Leute das Recht haben, jeden Politiker abzusetzen, der keine gute Arbeit leistet".

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"Auf die Leute in der Mitte gezielt"

"Romney und Ryan würden ihren Job viel besser machen, das Land zu regieren, und das soll jeder wissen. Ich mag viele Linke vor den Kopf gestoßen haben, aber ich habe auf die Leute in der Mitte gezielt".

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