13.01.2013, 13:39 Uhr | dpa
Auf die mutmaßliche Terroristin Beate Zschäpe kommen nach einem Medienbericht auch finanzielle Forderungen einer Bank zu.
Zschäpe habe nach ihrem Abtauchen 1998 bei der Sparkasse Jena-Saale-Holzland Schulden von knapp 2000 Euro hinterlassen, weil sie ihr Girokonto überzog, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner neuen Ausgabe. Eine Sprecherin der Sparkasse wollte sich dazu nicht äußern. "Egal, um was für einen Kunden es sich handelt, wir geben dazu telefonisch keine Auskünfte", sagte sie.
Die inzwischen 38 Jahre alte Zschäpe, die in Untersuchungshaft sitzt, soll nach dem Bericht auch 44.000 Euro an die Stadt Zwickau zahlen. Dabei gehe es um den Feuerwehreinsatz in der Wohnung des rechten Terrortrios "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU).
Die Wohnung soll Zschäpe im November 2011 angezündet haben, nachdem sich die mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nach einem Banküberfall in Eisenach getötet hatten. Ihnen war die Polizei auf die Spur gekommen.
Nach dem Bericht hat die Sparkasse in Zschäpes Heimatstadt Jena mehrfach versucht, Zschäpe ausfindig zu machen. Es sei sogar eine Detektei eingeschaltet worden.
Das Amtsgericht Jena habe im September 1998 einen Vollstreckungsbescheid gegen die Schuldnerin erlassen, der nicht zugestellt werden konnte und bis heute gültig sei.
Zschäpe muss sich voraussichtlich von April 2013 an wegen Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor dem Oberlandesgericht München verantworten.
Quelle: dpa
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