
29.01.2013, 11:38 Uhr | AFP, dpa, dapd
Nach den tödlichen Ausschreitungen in Ägypten hat Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sissi vor einem "Zusammenbruch" des Staates gewarnt. Der andauernde Konflikt zwischen den politischen Kräften und ihre Differenzen über die richtige Führung des Landes könnten zu einem Kollaps führen und die künftigen Generationen bedrohen, erklärte Al-Sissi auf seiner Facebook-Seite.
Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen seien eine "echte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität des Staates", fügte der General hinzu.
Seit Beginn der neuen gewalttätigen Proteste am zweiten Jahrestag des Volksaufstands gegen Präsident Husni Mubarak am Freitag wurden bislang mindestens 52 Menschen getötet. Am Montag starben zwei Menschen in Port Said und einer in Kairo, wie ein Sanitäter sagte. Hunderte Menschen wurden verletzt.
Die Proteste waren am Samstag weiter angeheizt worden, nachdem ein Kairoer Gericht 21 Menschen wegen der tödlichen Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Port Said im vergangenen Februar zum Tode verurteilt hatte.
Das Urteil löste in der Hafenstadt am Suez-Kanal gewalttätige Proteste aus. Am Sonntagabend verhängte Präsident Mohammed Mursi daher den Ausnahmezustand und eine nächtliche Ausgangssperre in Port Said, Suez und Ismailija.
In Kairo war die Lage am Tahrir-Platz am Dienstagmorgen wieder ruhig. Zuvor hatte es in der Nacht immer wieder Zusammenstöße zwischen Polizei und jungen Demonstranten gegeben.
Quelle: AFP, dpa, dapd
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