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    Syrien-Konflikt: Russland warnt vor Militäreinsatz

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    Syrien-Konflikt: Russland warnt vor Militäreinsatz

    27.04.2013, 16:39 Uhr | AFP, dpa

    Syrien-Konflikt: Russland warnt vor Militäreinsatz. Russland, Waldimir Putin, Syrien (Quelle: Reuters)

    Die russische Regierung verlangt, Beweise für einen Chemiewaffen-Einsatz in Syrien offenzulegen. (Quelle: Reuters)

    Die russische Regierung hat davor gewarnt, Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien als Vorwand für eine Militäroperation in dem Land zu missbrauchen. "Wir müssen die Informationen sofort in Übereinstimmung mit internationalen Regeln prüfen und sie nicht nutzen, um andere Ziele zu erreichen", sagte Vize-Außenminister Michail Bogdanow bei einem Besuch in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

    Die Informationen dürften kein Vorwand für eine Intervention in Syrien sein, sagte Bogdanow laut der arabischen Übersetzung seiner Äußerungen. Er forderte eine Offenlegung aller Hinweise auf einen Chemiewaffeneinsatz: "Wenn es ernstzunehmende Beweise für die Verwendung von chemischen Waffen in Syrien gibt, sollten sie sofort vorgelegt und nicht unter Verschluss gehalten werden."

    Ranghohe US-Regierungsmitglieder hatten es am Donnerstag als wahrscheinlich bezeichnet, dass in Syrien Chemiewaffen "in geringen Mengen" eingesetzt worden seien.

    Erinnerung an Begründung für Irak-Krieg

    Auch der britische Geheimdienst sprach von "begrenzten, aber überzeugenden Hinweisen". Als möglicher eingesetzter Kampfstoff wurde in US-Quellen das Nervengas Sarin genannt.

    Bogdanow verglich die derzeitige Situation mit den Diskussionen vor Beginn des US-Militäreinsatze im Irak im Jahr 2003. Damals habe es "unter dem Vorwand, es seien Atomwaffen vorhanden", einen "gewaltsamen Eingriff in irakische Angelegenheiten" gegeben. Am Ende habe sich aber herausgestellt, dass es dort keine Atomwaffen gab, sagte er im TV-Sender Al-Manar, der der schiitischen Hisbollah-Miliz gehört.

    Die russische Regierung ist einer der letzten Unterstützer der syrischen Führung um Präsident Baschar al-Assad. Sie hat sich immer wieder gegen einen internationalen Militäreinsatz in Syrien ausgesprochen.

    Auch Deutschland verlangt Auskunft über Beweise

    Unterdessen verlangte auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle von den USA Auskunft über den möglichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien. Deutschland habe bislang "keine eigenen Beweise oder Erkenntnisse", dass in dem Bürgerkriegsland tatsächlich Chemiewaffen eingesetzt worden seien, sagte Westerwelle bei einem Besuch im westafrikanischen Ghana.

    "Wir bitten diejenigen, die sagen, sie hätten eigene Erkenntnisse, diese Erkenntnisse auch mit allen Partnern der internationalen Gemeinschaft zu teilen", sagte Westerwelle.

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