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    Syrien-Konflikt: Der Bürgerkrieg ist im Libanon angekommen

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    Der Bürgerkrieg ist im Libanon angekommen

    25.05.2013, 12:57 Uhr | dpa, AFP

    Syrien-Konflikt: Der Bürgerkrieg ist im Libanon angekommen. Ein libanesischer Sunnit in Tripoli tastet sich vorsichtig durch einen Hinterhof voran. (Quelle: Reuters)

    Ein libanesischer Sunnit in Tripoli tastet sich vorsichtig durch einen Hinterhof voran. (Quelle: Reuters)

    Der Syrienkonflikt führt auch im Nachbarland Libanon zu immer größerem Blutvergießen. In der nordlibanesischen Stadt Tripoli sind seit vergangenen Sonntag bei Kämpfen zwischen Unterstützern des Regimes von Syriens Präsident Baschar al-Assad und dessen Gegnern 24 Menschen getötet worden, wie Sicherheitskreise am Samstag berichteten.

    Mehr als 200 Menschen seien verletzt worden. Am Samstagmorgen dauerten die Gefechte weiter an - die Kämpfer setzten dabei auch Panzerfäuste und Maschinengewehre ein. Hier kämpfen vor allem Sunniten und Alawiten - Angehörige der gleichen Religionsgemeinschaft wie Assad.

    In keinem Nachbarland Syriens wird die Gefahr, dass sich der syrische Konflikt in einen regionalen Stellvertreterkrieg verwandeln könnte, so deutlich sichtbar, wie im Libanon. Der Chef der schiitischen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, schwor, die "wahren Freunde Assads" würden dessen Sturz nicht zulassen.

    So unterstützen Hisbollahkämpfer die Truppen Assads unter anderem in der Rebellenhochburg Kusseir. Im libanesischen Tripoli gibt es schon seit Beginn des Konflikts Kämpfe zwischen Sunniten auf der einen und Alawiten und Schiiten auf der anderen Seite.

    Schwere Kämpfe um syrische Grenzstadt

    Im heftig umkämpften syrischen Kusseir, wird der Krieg seit einer Woche immer heftiger: Aktivisten meldeten am Samstag eine deutliche Verschärfung der Kämpfe.

    Die Bombardements und Gefechte rund um die strategisch wichtige Provinzstadt im Westen des Landes seien die heftigsten seit Beginn der Offensive vor einer Woche, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

    Die Regierungstruppen würden neben Kusseir auch die nahegelegene Stadt Hamidije und den früheren Militärflughafen von Dabaa und Ardschun mit Raketen beschießen. Kusseir liegt nahe der Grenze zum Libanon auf der Straße zwischen der Hauptstadt Damaskus und der Küste.

    Hisbollah mischt auf Seiten Assads mit

    Laut der Beobachtungsstelle will die libanesische Hisbollah-Miliz, die die Regierungstruppen bei dem Angriff unterstützt, vor der anstehenden Rede ihres Anführers Hassan Nasrallah Punkte machen. Nasrallah wird am Samstagabend anlässlich des 13. Jahrestages des Rückzugs der israelischen Armee aus dem Südlibanon sprechen.

    Am Freitag hatten Demonstranten in Syrien Kritik an Nasrallah geäußert. "Homs ist nicht Jerusalem", hieß es etwa auf Plakaten mit Bezug auf das Versprechen der Hisbollah, Jerusalem zu befreien. Die Hisbollah ist mit 1700 Kämpfern in 17 Einheiten an den Kämpfen um Kusseir beteiligt.

    Ein Offizier der Regierungstruppen sagte am Freitag, die Rebellen seien im Norden der Stadt eingeschlossen. Es gebe für sie keinen Ausweg mehr. Die Schlacht sei in ihrer «vorletzten Phase». Bisher seien 600 Rebellen getötet worden, sagte der Offizier.

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