10.06.2013, 10:58 Uhr | AFP, dpa
Die Gesandten von Nord- und Südkorea reichen sich die Hände an der Demarkationslinie, die beide Länder seit dem Korea-Krieg trennt. (Quelle: AP/dpa)
Nach den heftigen Spannungen und Kriegsdrohungen in den vergangenen Monaten wollen Nord- und Südkorea wieder Spitzengespräche führen. Es wird das erste Treffen auf Regierungsebene seit 2007 sein. Das vereinbarten beide Länder nach einem stundenlangen Verhandlungsmarathon.
Das Treffen werde am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche in Seoul stattfinden, teilte des südkoreanische Vereinigungsministerium mit.
Dabei soll es um die Normalisierung gemeinsamer Wirtschaftsprojekte gehen. So etwa um den Industriepark Kaesong, in dem der Betrieb seit zwei Monaten stillsteht.
Der Norden hatte die in seinem Staatsgebiet liegende Sonderwirtschaftszone im April geschlossen und die 53.000 südkoreanischen Manager und Arbeiter ausgewiesen. In dem Industriekomplex nahe der Grenze zum Süden sind seit dem Jahr 2004 mehr als 120 südkoreanische Firmen angesiedelt. Der Komplex ist eine wichtige Devisen-Einnahmequelle für das verarmte Nordkorea.
Auch neue Treffen zwischen getrennt lebenden Angehörigen koreanischer Familien sollen erörtert werden - sowie die Wiederaufnahme von Reisen südkoreanischer Touristen ins Kumgang-Gebirge. Südkoreaner meiden das auch als Diamantgebirge bekannte Ziel, seit dort Mitte 2008 ein südkoreanischer Tourist von einem nordkoreanischen Soldaten erschossen wurde.
Am Sonntag hatten sich nach mehr als zwei Jahren erstmals wieder Regierungsvertreter Nord- und Südkoreas zu direkten Verhandlungen getroffen, um das Treffen auf Arbeitsebene vorzubereiten. Nach fast 17 Stunden wurde im Grenzort Panmunjom schließlich eine Einigung erzielt.
Seoul wird nach eigener Aussage seinen Spitzenvertreter für innerkoreanische Angelegenheiten schicken. Aus Pjöngjang hieß es lediglich, man werde einen hohen Vertreter schicken. Südkorea hatte nach Angaben aus Verhandlungskreisen zunächst ein Treffen auf Ministerebene festschreiben wollen, was die Vertreter des kommunistischen Nordens jedoch ablehnten. Letztlich hieß die Kompromissformel "Gespräche auf Regierungsebene".
Die Wiederaufnahme der Gespräche mit dem Süden durch das international weitgehend isolierte Nordkorea kam überraschend. In den vergangenen Monaten hatte sich der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zugespitzt. Die kommunistische Führung in Pjöngjang provozierte die Weltgemeinschaft unter anderem mit Raketenstarts sowie einem Atomtest und drohte mit Atomangriffen auf Südkorea und die USA.
In den vergangenen Tagen hatte sich Nordkorea dann aber bereits um Entspannung bemüht. So nahm Pjöngjang Ende vergangener Woche die im März im Zuge der zunehmenden Spannungen gekappte ständige Telefonverbindung nach Seoul wieder in Betrieb und signalisierte neue Dialogbereitschaft.
10.06.2013, 10:58 Uhr | AFP, dpa
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