16.07.2013, 13:10 Uhr | dpa
Mit Benefizkonzerten und Balladenabenden soll in der rechten Szene für die untergetauchten Neonazis Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gesammelt worden sein. Das habe der Angeklagte Holger G. erzählt, berichtete ein Beamter des Bundeskriminalamts im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München.
G. hatte im Ermittlungsverfahren umfangreich ausgesagt, vor Gericht dann aber zu den Tatvorwürfen nur eine vorbereitete Erklärung verlesen.
Der NPD-Funktionär Ralf Wohlleben soll die Benefizkonzerte den Aussagen zufolge mit organisiert haben. Holger G. hat zugegeben, dem untergetauchten Neonazi-Trio Dokumente besorgt zu haben.
Wohlleben ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagt, Holger G. wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Beate Zschäpe wird Mittäterschaft bei allen Attentaten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) vorgeworfen; sie soll für die legale Fassade des Trios gesorgt haben.
16.07.2013, 13:10 Uhr | dpa
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