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Nordkorea: Kim Jong Un verkauft Goldreserven für Luxus-Wahn

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Kim Jong Un verkauft Goldreserven für Luxus-Wahn

31.07.2013, 16:23 Uhr | t-online.de

Skigebiet und Saunalandschaft: Solche für Nordkorea aberwitzige Projekte gefallen dem Diktator (Quelle: Reuters)

Skigebiet und Saunalandschaft: Solche für Nordkorea aberwitzige Projekte gefallen dem Diktator (Quelle: Reuters)

Wer an Nordkoreas Diktator Kim Jong Un denkt, hat vor allem militärische Muskelspiele vor Augen. Der junge Machthaber strebt aber nicht nur nach Atomwaffen, sondern beispielsweise auch nach einer Sauna-Landschaft und einem künstlichen Skigebiet, das nun jedoch im Schlamm versunken ist. Unter anderem dafür hat Kim Jong Un die wertvollen Goldreserven seines Landes verprasst, schreibt die südkoreanische Zeitung "Chisun Ilbo".

Während viele Nordkoreaner Hunger leiden, habe das Land zwar rund 100 Millionen Dollar durch den Verkauf von zwei Tonnen Gold an China verdient, die Einnahmen aber nicht zum Wohle des Volkes ausgegeben. Seine Vorgänger - Großvater Kim Il Sung und Vater Kim Jong Il - hatten stets an den Goldreserven festgehalten.

Gold von den Minen und vom Volk

"Chisun Ibo" bezieht sich auf einen südkoreanischen Geschäftsmann in China, demzufolge nordkoreanische Handelsgesellschaften das Gold heimlich an Peking verkauft haben. "Diese Firmen werden von der Partei geleitet und sammeln Gold von den Minen ein, kaufen es aber in bestimmten Fällen auch unter Druck vom Volk auf", berichtete der Geschäftsmann.

Nordkorea trotzt seinen Minen vermutlich ein bis zwei Tonnen Gold im Jahr ab. Drei Provinzen sollen über Vorkommen von etwa 1000 bis 2000 Tonnen verfügen.

40 Millionen Dollar für eine Statue

Die südkoreanische Regierung glaubt laut "Chisun Ilbo", dass Kim Jong Un allein 40 Millionen Dollar für die Errichtung einer prachtvollen Statue des Herrn Papa ausgegeben hat und noch mehr für seine Wintersport- und Schwitzbank-Träume. Auch für persönliche Luxusgüter blieb offenbar etwas übrig.

Am Berg Masik im Nordosten des Landes rief der Diktator die Arbeiter noch im Mai zur Eile, um die Gegend bis zur nächsten Saison in einen "Weltklasse-Skiort" zu verwandeln. 110 Kilometer Piste, ein Hotel, ein Heliport sowie Seilbahnen sollen entstehen, meldet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

Schlammlawine beendet den Traum - vorerst

Danach werde eine "Ski-Welle das Land erfassen", sagte der große Führer. Die Produktion von Skiern und Bekleidung in den Staatsbetrieben soll Kim auch schon angeordnet haben. Der höchste Berg in der Region ist allerdings gerade einmal 1360 Meter hoch. Und nun kam es noch schlimmer: Eine Schlammlawine hat das geplante Ski-Resort in Masikryong unter sich begraben.

Foto-Serie: Top-Nachrichten des Tages

Satellitenbilder zeigen "Chisun Ilbo" zufolge einige unter riesigen Schlammbergen begrabene Gebäude sowie unter anderem ein geflutetes Hotel. Ungewöhnliche Niederschlagsmengen im Juli hatten die Katastrophe eingeleitet.

Ein bisschen Schweiz, ein bisschen Südkorea

Kim Jong Un ging in der Schweiz zur Schule, was die Hoffnung nährte, er könnte sich westlichen Werten gegenüber geöffnet haben. Auf jeden Fall trägt er gerne Uhren der eidgenössischen Edelfabrikate, und sicher wollte er auch einen Hauch von St. Moritz in Nordkorea ermöglichen.

Wahrscheinlich hat ihn auch besonderer Ehrgeiz gepackt, seit das verfeindete Südkorea mit Pyeongchang den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 erhielt. Vor zwei Jahren schien es noch so, als wolle Kim die Chance ergreifen und versuchen, die Spiele gemeinsam mit dem Süden auszurichten. Daraus wurde aber nichts.

Seinem Vater will er indes nicht nur huldigen, sondern ihn auch übertrumpfen, wie eine andere wahnwitzige Aktion zeigte. So ließ er eine 9000 Quadratmeter große Villa Kim Jong Ils dem Erdboden gleich machen.

31.07.2013, 16:23 Uhr | t-online.de

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