Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Der Fall Snowden >

Edward Snowden: Die mysteriöse Beraterin Sarah Harrison

...

"Die Frau an seiner Seite": Snowdens mysteriöse Beraterin

02.08.2013, 14:01 Uhr | Von Cassandra Vinograd, AP , AP/dpa

Edward Snowden mit Sarah Harrison am Moskauer Flughafen (Quelle: dpa)

Edward Snowden mit Sarah Harrison am Moskauer Flughafen (Quelle: dpa)

Es war sicher eine quälend lange Zeit für "Whistleblower" Edward Snowden - das Warten darauf, ob ihm Russland Asyl gewährt oder nicht. Aber er war nicht allein, die ganze Zeit über hielt sich eine Mitarbeiterin der Enthüllungsplattform Wikileaks an seiner Seite auf. Sie heißt Sarah Harrison und ist zunehmend zu einer zentralen, gleichwohl mysteriösen Figur in der Saga um Snowdens Flucht vor der US-Justiz geworden.

Soviel weiß man: Harrison hat sich im Laufe weniger Jahre von einer Praktikantin zu einer der engsten Vertrauten von Wikileaks-Gründer Julian Assange entwickelt. Aber jetzt, als Beraterin und Begleiterin von Snowden, hat sie noch mehr an Profil und Aufmerksamkeitswert gewonnen.

Immer an der Seite von Snowden

Der Plattform zufolge ist sie mit dem früheren Mitarbeiter des Geheimdienstes NSA im Juni von Hongkong nach Moskau gereist. Sie erschien mit ihm zu einem Aktivisten-Treffen auf dem Flughafen Scheremetjewo, in dessen Transitbereich der IT-Experte wochenlang gestrandet war. Wikileaks zufolge schlüpfte sie zusammen mit Snowden am Donnerstag am Airport auch in ein Taxi, nachdem Russland dem Flüchtigen ein vorläufiges Asyl von einem Jahr gewährt hatte.

Viel mehr hat die Internet-Plattform nicht über Sarah Harrison bekanntgemacht. Aber klar ist, dass sie für Wikileaks mittlerweile unverzichtbar geworden ist. Beschrieben wird sie schlicht als Snowdens Rechtsberaterin. Sie scheint aber keinen Juraabschluss zu haben. Ihre Biografie auf der Wikileaks-Website weist sie als britische Staatsbürgerin, Journalistin und Forscherin in Sachen Recht aus. Laut Medienberichten ist sie 31 Jahre alt.

Tatkräftige Unterstützung für Assange

Während Harrison ein Praktikum am Zentrum für investigativen Journalismus an der Londoner City University absolvierte, half sie Wikileaks-Chef Assange den Angaben zufolge bei der Enthüllung geheimer US-Militärdokumente. Im August 2010 begann sie dann für eine andere gemeinnützige britische Einrichtung zu arbeiten, die ebenfalls investigativen Journalismus unterstützt.

Dort war sie Mitglied eines Teams, das sich mit einer Reihe von Irakkrieg-Unterlagen beschäftigte, die Wikileaks an mehrere größere Medien weitergegeben hatte. Schon wenig später, im Oktober desselben Jahres, heuerte sie direkt bei Wikileaks an. Sie mauserte sich dann rasch zu einer stillen, aber konstanten Stütze von Assanges.

So begleitete Harrison ihn auf das englische Landgut, wo er unter Hausarrest stand, während er gegen eine Auslieferung nach Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen kämpfte. Sie saß bei Gerichtsterminen neben ihm, und sie finanzierte neben anderen seine Kaution - Gelder, die futsch waren, als Assange entgegen der Kautionsbedingungen in die Londoner Botschaft Ecuadors flüchtete.

Foto-Serie: Top-Nachrichten des Tages

Mit Snowden unterwegs zu einem "sicheren Ort"

Seitdem Assange dort festsitzt, ist Harrison für Wikileaks häufiger in einer öffentlichen Rolle aufgetaucht. So trat sie im vergangenen Jahr im Londoner Frontline Club auf und gab bekannt, dass die Plattform die Veröffentlichung eines Teils von 2,4 Millionen syrischen Emails vorbereite, viele von offiziellen Regierungskonten. Sie räumte zugleich ein, dass Wikileaks "zurzeit eine schwierige Zeit" durchmache, "aber wir arbeiten uns weiter da durch".

Am Donnerstag gab Wikileaks bekannt, dass Snowden den Moskauer Flughafen verlassen habe - in Harrisons Obhut. Wann man sie wieder zu Gesicht bekommen wird, steht in den Sternen. "Harrison ist zu jeder Zeit an Herrn Snowdens Seite geblieben, um seine Sicherheit zu garantieren, auch während seiner Ausreise aus Hongkong", hieß es in einer Wikleaks-Mitteilung. "Sie haben den (Moskauer) Flughafen gemeinsam verlassen und sind auf dem Weg zu einem sicheren geheimen Ort."

02.08.2013, 14:01 Uhr | Von Cassandra Vinograd, AP , AP/dpa

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Diesen Artikel...

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht

UMFRAGE

Ist Edward Snowden in Russland sicher?

Anzeige
Video des Tages
Die etwas andere Einlage 
Sie hat ein schier unglaubliches Talent

Mit diesem Clip ist das Mädchen ein kleiner Star im Internet. zum Video

Fotos des Tages
Romantische Nächte 
Himmelsschauspiel: Es regnet Sternschnuppen

Heute Nacht sollen mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde fallen. mehr

Mitmachen und gewinnen! 
Die neue T-Online.de ist jetzt noch viel besser

Erkunden Sie die neue T-Online.de und gewinnen Sie einen von 20 Tolino Shine eReader! mehr

Aus dem All 
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Wetter 
Deutschlandwetter

Im Südosten noch sonnig, aus Nordwesten Schauer und Gewitter. 18 bis 26 Grad. Deutschlandwetter

Lotto 
Die aktuellen Zahlen

3, 9, 17, 31, 36, 39. Superzahl 7 (Angaben ohne Gewähr). Spielen!

Shopping 
Spitzenwein aus Rheinhessen: Grauburgunder Electus

Jetzt für Neukunden 57% reduziert: 6 Fl. + 2 Gl. für nur 29,70 €. Versandfrei bei Reichsgraf von Ingelheim.



Anzeige