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Neues Snowden-Dokument: NSA führt Deutschland als Spionageziel

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Neues Snowden-Dokument

NSA führt Deutschland als Spionageziel

10.08.2013, 18:09 Uhr | rtr, t-online.de

Der Hauptsitz des NSA in Fort Meade (Quelle: dpa)

Der Hauptsitz des NSA in Fort Meade (Quelle: dpa)

Deutschland steht auf einer geheimen NSA-Liste mit Spionagezielen, die der "Spiegel" einsehen konnte. Wie das Nachrichtenmagazin vorab berichtet, stammt die Liste aus dem Archiv des Whistleblowers Edward Snowden.

Dem Bericht zufolge ist das Papier auf April 2013 datiert. Auf einer Skala von 1 (höchstes Interesse) bis 5 (niedrigstes Interesse) definiere der US-Geheimdienst darin seine nachrichtendienstlichen Prioritäten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Anfang Juli nach ersten Berichten über die NSA-Spähaffäre gesagt: "Abhören, das geht nicht unter Freunden." Dem "Spiegel"-Bericht zufolge wird Deutschland zu etwa 30 Staaten gezählt, die von der NSA als Partner dritter Klasse eingestuft würden. "Wir können die Signale der meisten ausländischen Partner dritter Klasse angreifen - und tun dies auch", zitiert das Magazin aus einer geheimen Selbstdarstellung der NSA.

Deutschland im Mittelfeld

Deutschland rangiere auf der Liste im Mittelfeld. In etwa auf einer Ebene mit Frankreich und Japan, aber beispielsweise vor Italien und Spanien. Interesse habe die NSA demnach an der deutschen Außenpolitik sowie an Fragen der ökonomischen Stabilität und Gefahren für die Finanzwirtschaft. Beide Punkte seien mit einer 3 klassifiziert.

Andere Themen wie Waffenexporte, neue Technologie, hochentwickelte konventionelle Waffen und internationaler Handel seien mit der Priorität 4 gekennzeichnet, berichtet der "Spiegel" weiter. Insgesamt seien es neun Themenbereiche, die in Bezug auf Deutschland aufgeklärt werden sollen.

Auch die EU im Visier des Geheimdienstes

Dem Dokument zufolge gehöre auch die Europäische Union zu den Spionagezielen der NSA. Sechs Themenfelder würden in diesem Zusammenhang ausgeforscht.

Zu den Top-Spionagezielen der Amerikaner zählen dem Bericht zufolge Staaten wie China, Russland, Iran, Pakistan, Nordkorea und Afghanistan. Viele europäische Länder seien dagegen nachrichtendienstlich irrelevant. Dazu zählten etwa: Finnland, Kroatien, Dänemark oder Tschechien.

10.08.2013, 18:09 Uhr | rtr, t-online.de

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