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Edward Snowden deckt Innenleben der US-Geheimdienste auf

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Neue Snowden-Enthüllungen

Innenleben der US-Geheimdienste aufgedeckt

30.08.2013, 13:08 Uhr | AP/dpa, dpa, AFP

Der Hauptsitz der NSA in Fort Meade im Bundesstaat Maryland (Quelle: dpa)

Der Hauptsitz der NSA in Fort Meade im Bundesstaat Maryland (Quelle: dpa)

Neue Enthüllungen des Informanten Edward Snowden geben brisante Einblicke in den streng vertraulichen Haushalt der US-Geheimdienste. Der 178 Seiten starke Bericht biete einen präzisen Überblick über die Prioritäten, Ziele und Probleme des mächtigen Schnüffelapparates, berichtet die "Washington Post". Es sei aufgelistet, welche Summen investiert und wie diese Gelder im Detail verwendet wurden.

Demnach haben die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein gigantisches Geheimdienstimperium aufgebaut. Die Ausgaben für die 16 Spionagebehörden hätten sich bis heute auf 52,6 Milliarden Dollar (umgerechnet 39,7 Milliarden Euro) etwa verdoppelt.

Das Budget der Schnüffler

Aus dem Bericht gehe unter anderem hervor, dass die Geheimdienste der USA insgesamt 107.035 Mitarbeiter beschäftigen. Im Budgetentwurf für das aktuelle Haushaltsjahr beantragte demnach die Central Intelligence Agency (CIA) mit 14,7 Milliarden Dollar die größte Summe.

An zweiter Stelle stehe die auf das Abhören elektronischer Kommunikation spezialisierte National Security Agency (NSA), deren Budget 10,8 Milliarden Dollar umfasse. Das National Reconnaissance Office (NRO), das für die Spionagesatelliten verantwortlich ist, bekomme 10,3 Milliarden Dollar, so die "Washington Post" weiter.

NSA wusste um Sicherheitslücken

Unterdessen wusste die NSA offenbar schon lange vor den Enthüllungen des Ex-Mitarbeiters Edward Snowden von ihren weitreichenden Sicherheitsproblemen. Aus internen Berichten geht hervor, dass die Behörde im Jahr 2012 rund 4000 Fälle von möglichen internen Sicherheitsverletzungen überprüfen wollte, zitiert das Blatt aus den Unterlagen, die ihr nach eigener Aussage von Snowden selbst zugespielt wurden.

In den Top-Secret-Dokumenten ist die Rede von Insidern, "die versuchen, ihren autorisierten Zugang zu vertraulichen Informationen auszunutzen, um den Interessen der USA zu schaden". Mehrere Personen seien durch "unnatürliches Verhalten" aufgefallen.

Die Unterlagen wurden den zuständigen Ausschüssen des Senats und des Repräsentantenhauses im Februar 2012 überstellt - also mehr als ein Jahr bevor Snowden mit seinen Enthüllungen zu den Praktiken der NSA an die Öffentlichkeit ging.

Foto-Serie: Top-Nachrichten des Tages

Snowden hatte als externer IT-Mitarbeiter für die NSA gearbeitet und sich dabei brisante Dokumente der US-Geheimdienste angeeignet. Der Computerexperte spielte den Medien unter anderem Dokumente über die Überwachung des Internets durch die NSA zu, die weltweit für Empörung sorgten. Snowden befindet sich seit Mai auf der Flucht, die US-Justiz wirft ihm Spionage vor und verlangt seine Auslieferung. Derzeit hält er sich in Russland auf, das ihm vorläufig für ein Jahr Asyl gewährt hat.

30.08.2013, 13:08 Uhr | AP/dpa, dpa, AFP

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