Yahoo & Facebook zur NSA-Affäre
"Wenn Du Dich nicht fügst, ist es Landesverrat"12.09.2013, 14:44 Uhr | AFP, t-online.de, dpa
Marissa Mayer ist die Chefin von Yahoo, Mark Zuckerberg bestimmt die Geschicke bei Facebook (Quelle: Dpa/Reuters)
Die Chefs der großen amerikanischen IT-Konzerne Yahoo und Facebook haben auf einer Technologiekonferenz in San Francisco erstmals den US-Geheimdienst NSA scharf kritisiert. "Wenn Du Dich nicht fügst, ist es Landesverrat", führte Yahoo-Chefin Marissa Mayer forsch aus.
Die 38-Jährige fürchtet gar eine Gefängnisstrafe, sollte ihr Unternehmen nicht mit den Geheimdiensten zusammenarbeiten.
Yahoo würde alle Einflussnahme der US-Regierung durch ein besonderes Geheimgericht genau prüfen. Wenn der Konzern den Kampf ums Ausspähen aber verliere, müsse er den Anweisungen folgen, um nicht als Verräter zu gelten.
Der Vorstandsvorsitzenden und ihren Mitarbeitern sei zudem nicht erlaubt, irgendwelche Details über die Anweisungen des Geheimgerichts mitzuteilen: "Geheiminformationen preiszugeben ist Verrat, und man wird inhaftiert". Mayer versicherte allen Nutzern, dass man sich vom US-Geheimdienst nicht unter Druck setzen lasse. Man wehre sich gegen Einfluss der Regierung: "Wir halten bei Anfragen dagegen".
Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg äußerte Bedenken aufgrund der Enthüllungen im NSA-Skandal.
"Ich denke, die Regierung hat es vergeigt", sagte Zuckerberg. Als Regierungsvertreter erklärt hätten, man spioniere keine Amerikaner aus, sei das für ein weltweit tätiges Unternehmen wie Facebook nicht gerade hilfreich gewesen. "Das war echt übel."
"Es ist mein Job und der von Facebook, alle zu schützen, die Facebook nutzen", sagte Zuckerberg. Er wünsche sich, dass die Regierung von sich aus mehr dazu beitrage, die Sache aufzuklären.
Facebook und andere Internetkonzerne wie Yahoo, Microsoft und Google fordern in der Öffentlichkeit und mit Klagen vor einem Geheimgericht, dass sie den Umfang der geheimdienstlichen Anfragen bekanntgeben dürfen.
Wie zuvor bekannt wurde, gaben jene Firmen Nutzerdaten über technische Schnittstellen an den US-Geheimdienst heraus. Damit kooperierten sie mit der NSA und beteiligten sich am sogenannten "Prism-Spähprogramm". Die Herausgabe der Daten wurde von der NSA offenbar mit Millionenzahlungen an die Internetgiganten entlohnt. Nun fürchten diese einen Vertrauensverlust bei den Nutzern und damit letztlich geschäftliche Einbußen.
12.09.2013, 14:44 Uhr | AFP, t-online.de, dpa
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