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    Giftgas in Syrien: US-Geheimdienste nennen erstmals Details

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    Giftgas in Syrien  

    US-Geheimdienste legen die Karten auf den Tisch

    14.09.2013, 10:13 Uhr | AP, dpa

    Giftgas in Syrien: US-Geheimdienste nennen erstmals Details. Syrien-Konflikt, Giftgas-Angriff bei Damaskus (Quelle: Reuters)

    Opfer des Giftgas-Angriffes bei Damaskus: US-Geheimdienste ihre Erkenntnisse vor (Quelle: Reuters)

    US-amerikanische Geheimdienstkreise haben erstmals Details genannt, die ihrer Meinung nach belegen, dass syrische Regierungstruppen für den verheerenden Giftgasangriff am 21. August verantwortlich sind.

    Ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter sagte, die Zahl von mehr als 1400 Toten basiere auf der Analyse von Videos und der eigenen Zählung von darin gezeigten Leichen nach dem Giftgasangriff in Ghuta, in der Nähe von Damaskus. Mitgliedern des US-Kongresses seien Abschriften von Funksprüchen zwischen syrischen Offizieren nach dem Angriff vorgelegt worden.

    Darunter ist nach Angaben eines Gewährmanns aus dem Kongress ein Gespräch zwischen einem syrischen Kommandeur und der militärischen Chemiewaffeneinheit. Darin soll der Offizier die Einstellung des Beschusses anordnen; es sei ja schon genug Schaden angerichtet worden.

    Diese Transkripte würden von den USA auch deswegen nicht veröffentlicht werden, weil einige davon von ausländischen Geheimdienste zur Verfügung gestellt worden seien.

    Zudem hätten die Amerikaner orten können, dass die Raketen mit dem Giftgas von Stellungen der Regierungstruppen in von Rebellen kontrolliertes Gebiet gefeuert worden seien. Das gehe aus Satellitenbildern hervor - diese seien bislang aber nicht den Kongressmitgliedern gezeigt worden. Der Gewährsmann fügte hinzu, die Kongressmitglieder würden beantragen, diese Satellitenbilder gezeigt zu bekommen.

    Inzwischen haben sich die Vereinten Nationen dafür rechtfertigt, dass es derart lange dauert, bis die Uno Ergebnisse ihrer Untersuchungen veröffentlicht. Der Bio- und Chemiewaffenexperte Jan van Aken führt das auf die Sicherheitsmaßnahmen zurück.

    "Die Inspekteure haben die Proben alle mit eigener Hand in die Labore gebracht. Das heißt auch, dass jeder Bericht wieder eigenhändig zurückgebracht wird. Allein dieses Prozedere kostet unglaublich Zeit", erklärte der Politiker der Linkspartei, der früher selbst Waffeninspekteur bei der Uno war. Manipulationen sollen dadurch ausgeschlossen werden. Nur so könne dann auch der Bericht von allen Ländern der Staatengemeinschaft akzeptiert werden.

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