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Nordkorea: Kim Jong Un foltert und tötet laut UN-Bericht eigenes Volk

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Schockierende Zeugenaussagen  

UN-Bericht deckt Kims unfassbare Gräueltaten auf

18.09.2013, 09:07 Uhr | AFP, dpa

Nordkorea: Kim Jong Un foltert und tötet laut UN-Bericht eigenes Volk. Nordkoreas 30-jähriger Machthaber Kim Jong Un. (Quelle: Reuters)

Dem Regime von Nordkoreas 30-jährigem Machthaber Kim Jong Un werden von der UN schwere Menschenrechtsverstöße vorgeworfen. (Quelle: Reuters)

Mit schockierenden Zeugenaussagen haben UN-Ermittler dem Regime in Nordkorea Gräueltaten gegen die eigene Bevölkerung vorgeworfen.

Die Weltgemeinschaft dürfe Verbrechen wie "systematischen Folterungen und Tötungen" nicht tatenlos zusehen, forderte der Vorsitzende des UN-Ausschusses für Nordkorea, Michael Kirby, in Genf. Der ehemalige australische Richter leitet die Untersuchung, die im März vom UN-Menschenrechtsrat in Auftrag gegeben worden war.

Verhaftungen, Folterungen und Misshandlungen

Willkürliche Verhaftungen, Folterungen von Gefangenen und andere Misshandlungen in Gefangenenlagern seien massenweise dokumentiert worden. So gebe es die Aussage "eines jungen Mannes, der seit seiner Geburt im Gefängnis sitzt, sich von Nagetieren, Eidechsen und Gras ernährt und der die öffentliche Hinrichtung seiner Mutter und seines Bruders mit ansah", erklärte Kirby. Seine Schilderungen reichten vom Ertränken eines Säuglings bis zu sexueller Gewalt.

Das gesammelte Beweismaterial gebe "dem großen menschlichen Leid ein Gesicht und eine Stimme", sagte Kirby. Die Überlebenden der politischen Gefangenenlager hätte von ganzen Kindheiten in Unterernährung berichtet.

Es gebe ein System der Sippenhaft, wo ganze Generationen wegen der politischen Ansichten oder Aktivitäten von Familienangehörigen bestraft würden.

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"Dieses Material wurde von Überläufern erfunden"

Pjöngjang verweigert die Zusammenarbeit mit den Ermittlern. Der UN-Vertreter des Regimes von Kim Jong Un wies den Bericht als "Fabrikation" zurück. "Dieses Material wurde von feindlichen Kräften und Überläufern erfunden", sagte So Se Pyong.

Die UN-Kommission beteilige sich an einer Diffamierungskampagne Japans, der EU und der USA gegen Nordkorea. Sein Land werde diesem Druck unter keinen Umständen nachgeben.

"Weder Staatsanwalt noch Richter"

Der Untersuchungsausschuss war im März vom 47 Staaten umfassenden Menschenrechtsrat - unter ihnen Deutschland - berufen worden. Er soll Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea aufdecken und die Verantwortlichen identifizieren. In seinem Bericht will Kirby versuchen, die verantwortlichen Institutionen und Regierungsmitarbeiter zu identifizieren.

Da er aber "weder Staatsanwalt noch Richter" sei, sei es die internationale Gemeinschaft, die die Konsequenzen aus seinen Ergebnissen ziehen müsse. Im kommenden Jahr sollen diese vorgelegt werden.

 
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