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Tausende Häftlinge in Syrien gefoltert und zu Tode gequält

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Beweise gegen Assads Killertruppe  

Tausende wurden gefoltert und zu Tode gequält

21.01.2014, 14:43 Uhr | t-online.de, AFP

Tausende Häftlinge in Syrien gefoltert und zu Tode gequält. Assad im Kreis von Regierungssoldaten: Menschen in "industrieller Weise getötet" (Quelle: dpa)

Assad im Kreis von Regierungssoldaten: Menschen in "industrieller Weise getötet" (Quelle: dpa)

Kurz vor dem Beginn der Syrien-Friedenskonferenz ist bekannt geworden, wie in syrischen Gefängnissen über zehntausend Häftlinge systematisch gefoltert und zu Tode gequält worden sind. Dem britischen "Guardian" sowie dem Sender CNN lag am Montag ein Bericht von früheren Anklägern des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vor, der sich auf Aussagen eines nach eigenen Angaben übergelaufenen syrischen Militärpolizisten stützt.

Dieser stellte demnach rund 55.000 Bilder von 11.000 toten Häftlingen zur Verfügung, die er selbst fotografiert haben will. Den Haager Experten zufolge kommen die Bilder einem "rauchenden Colt" in den Händen von Baschar al-Assad gleich - ein Ausdruck der seinerzeit in Bezug auf Saddams ABC-Waffen entwickelt worden war.

Beweis für "Tötungen in industriellem Ausmaß"

Den Bericht verfassten der frühere Chefankläger des Kriegsverbrechertribunals für Sierra Leone, Desmond de Silva, der Ankläger im Prozess gegen den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic, Geoffrey Nice, sowie David Crane, der den liberianischen Präsidenten Charles Taylor angeklagt hat.

Sie stuften die Aussagen des Überläufers sowie die Fotos als authentisch ein. Zwar gebe es auch Beweise für Gewalttaten mancher Widerstandsgruppen. Die Bilder aus den Totenhäusern des Assad-Regimes seien aber ein Beweis für "Tötungen im industriellen Ausmaß" durch das Assad-Regime, sagte de Silva dem "Guardian".

Stranguliert oder mit Elektroschocks getötet

Einige der toten Häftlinge auf den Bildern hatten keine Augen mehr, andere wurden augenscheinlich stranguliert oder mit Elektroschocks getötet, wie es in dem Bericht hieß. Viele Gefangene seien ausgemergelt gewesen, andere zeigten Spuren von Schlägen mit Stangen oder anderen Gegenständen.

Es gebe nun einen "direkten Beweis" dafür, was mit vielen verschwundenen Menschen in Syrien passiert sei, hieß es. Die Autoren stellten das Material nach eigenen Angaben der UNO, Regierungsvertretern und Menschenrechtsgruppen zur Verfügung.

Der Überläufer blieb aus Sicherheitsgründen anonym. Er gab den Experten zufolge an, dass die Leichen der in Gefangenschaft Gestorbenen ins Militärkrankenhaus gebracht wurden, um dort fotografiert zu werden. Damit habe das Regime die Identifizierung durch die Familien rechtlich umgehen können.

Bei der Einlieferung hätten die Toten zunächst Marken getragen, aus denen hervorging, in welcher Kaserne, beziehungsweise auf welchem Polizeirevier sie getötet worden waren. Später seien die Papiere geändert worden und hätten angegeben, die Gefangenen seien im jeweiligen Krankenhaus an Herzinfarkten und anderen "natürlichen" Ursachen gestorben. Danach habe man die Familien knapp informiert und die Toten irgendwo verscharrt.

Der syrische Bürgerkrieg hatte im März 2011 mit Protesten gegen die Regierung begonnen. Am Mittwoch soll in der Schweiz eine Friedenskonferenz beginnen, die Vertreter der Regierung und der Opposition an einen Tisch bringen will.

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