10.01.2013, 12:41 Uhr | AFP
In der Nähe von Rom sind sieben antike Statuen entdeckt worden, die den Mythos von Niobe aus den "Metamorphosen" des römischen Dichters Ovid illustrieren. Die Statuen seien ausgezeichnet erhalten, sagte die Archäologin Elena Calandra.
Sie fanden sich bei Ausgrabungsarbeiten an einer antiken Villa in der Region Latium. Bislang wurden die Statuen aber noch nicht genau datiert.
"Wir wussten schon eine ganze Zeit lang, dass es in diesem Gebiet Spuren von Valerio Messala gab", sagte Calandra. Messala war ein reicher römischer General mit engen Beziehungen zu Ovid.
Die zwei Meter hohen Statuen seien auf dem Grunde des Bades der Villa entdeckt worden. Vermutlich wurden die Statuen bei einem Erdbeben vor rund 2000 Jahren verschüttet.
Niobe hatte dem Mythos zufolge 14 Kinder, sieben Söhne und sieben Töchter. Sie prahlte damit auf Kosten der Göttin Leto, die lediglich zwei Kinder hatte, Apollo und Artemis. Niobes Kinder wurden von Letos Kindern umgebracht, woraufhin Niobe vor Kummer versteinerte.
Ovid beschrieb den Mythos in seinen "Metamorphosen", einem in Versform verfassten Werk in 15 Büchern. Geschrieben wurde es vermutlich in den ersten Jahren nach Christus und gilt als eines der bedeutendsten literarischen Werke der römischen Antike. Es erzählt die Geschichte von der Entstehung der Welt in den Begriffen der römischen und griechischen Mythologie.
Quelle: AFP
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