06.04.2013, 16:24 Uhr | t-online.de
Erstmals seit 400 Jahren erblicken die unglaublichen Schätze einer gesunkenen spanischen Galeere das Licht der Öffentlichkeit. 17.000 Objekte bargen die Schatzsucher über zwei Jahrzehnte lang aus 400 Meter Tiefe. Darunter Gold, Perlen - und sogar Papageien. Jetzt wurden sie ausgestellt
Das berichtet die britische Tageszeitung Daily Mail. Bei dem Wrack der Galeere soll es sich um die "Buen Jesus y Nuestra Senora del Rosario" handeln.
Der Verlust der "Buen Jesus y Nuestra Senora del Rosario" und sieben weiterer Schiffe wog einst so schwer, dass er der Bank von Madrid den Ruin brachte, und sogar zum Kollaps des spanischen Kolonialreiches beigetragen haben soll.
Die nun der Öffentlichkeit gezeigten Schätze geben einen einmaligen Blick in die Wirtschaft des früheren Weltreiches. An Bord befanden sich 39 Goldbarren, rund 1200 Silberstücke und 6600 Perlen, die von Venezuela nach Europa exportiert werden sollten.
Die Perlen stammen von einer Muschel, die nur in Südamerika vorkommt und beinahe durch Überfischung ausgerottet wurde. Doch nicht nur die Tiere litten unter dem Perlen-Handel. 60.000 Ur-Einwohner sollen beim Tauchen nach den Muscheln für die Spanier gestorben sein.
Neben den wertvollen Metallen und Juwelen fanden die Schatzsucher zwei Vogel-Skelette, die vermutlich von Schwarzohrpapageien stammen. Weil sie die Stimme von Menschen imitieren können, galten die Vögel als beliebte Haustiere. Es ist das erste Mal, dass die Überreste der Papageienart in einem Wrack gefunden wurden.
Einen Einblick in das frühere Alltagsleben gibt ein Läusekamm aus Schildkröten-Panzer - gemacht von einem Seemann der Schiffs-Besatzung.
Die "Buen Jesus y Nuestra Senora del Rosario" war Teil einer spanischen Handelsflotte, die aus 28 Schiffen bestand und am 5. September 1622 in einen Hurrikan geriet. Acht Schiffe sanken, 500 Menschen starben. Die Schätze an Bord lagen für fast vier Jahrhunderte auf dem Meeresboden.
Bereits seit 20 Jahren werden Tiefsee-Bergungen an der Stelle der gesunkenen Galeere von der Firma "Odyssey Marine Exploration" ausgeführt. Das Unternehmen ist auf Schatzsuchen am Meeresgrund spezialisiert. Die gefundenen Objekte wurden nun im Firmensitz in Florida ausgestellt.
06.04.2013, 16:24 Uhr | t-online.de
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