25.04.2013, 12:23 Uhr | t-online.de, AFP
Dorthin vordringen, wo kein Mensch seit 2000 Jahren gewesen ist, kann nur Roboter "Tlaloc II-TC" (Quelle: Reuters)
Sensationsfund in Mexiko: Im Innern einer Pyramide in Teotihuacán haben Forscher mit Hilfe eines Roboters drei Hohlräume entdeckt. Es handelt sich wahrscheinlich um Grabkammern antiker Herrscher.
Bei seiner Fahrt hat der ferngesteuerte, mit Kameras und Scanner ausgestattete Roboter "Tlaloc II-TC" drei Kammern entdeckt. Die Archäologen vermuten, dass in der Pyramide beziehungsweise dem Tempel der Gefiederten Schlange hohe Würdenträger bestattet wurden.
Das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte erhofft sich weitreichende neue Erkenntnisse. Der Archäologe Sergio Gómez spricht von der Chance, Teile des rituellen Lebens der berühmten Ruinenstadt Teotihuacán in der Nähe von Mexiko-Stadt aufzuklären.
Auch wenn der nach dem mesoamerikanischen Regengott benannte Roboter nicht bis in den äußersten Winkel des etwa 2000 Jahre alten Tunnelsystems vordringen konnte, sprechen die Forscher von einem Erfolg - erfreulichen Funden und Erkenntnissen.
"Leider ging es wegen der großen Menge an Schlamm und Wasser nicht weiter", zitierten mexikanische Medien den Archäologen Gómez. "Trotzdem haben wir wichtige Informationen erhalten. Man könnte sagen, 'TlalocII-TC' hat seinen Auftrag zu 70 Prozent erfüllt."
Eine Alternative gab es nicht, denn das Risiko für einen Menschen, den in 15 Meter Tiefe über eine geschätzte Strecke von 120 Meter verlaufenden Tunnel zu betreten, galt als viel zu groß.
So betrachtet die Forschergruppe sich nun auch als Vorreiter einer neuen Technologie und Möglichkeit. Über Monate war der kleine Pionier allein unterwegs und nun ist klar: Auch die menschlichen Forscher können ihm folgen, um verborgene Geheimnisse zu Tage zu fördern.
Teotihuacán war während der Blütezeit zwischen 200 und 600 nach Christus eine der mächtigsten Städte Mittelamerikas und soll damals größer als das antike Rom gewesen sein. Schätzungen zufolge lebten zeitweise rund 150.000 Menschen in Teotihuacán.
Die Stadt wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert aufgegeben. Die Azteken fanden die einst prachtvolle Siedlung rund 500 Jahre später vor und gaben ihr den Namen Teotihuacán - "Wo Menschen Götter wurden". Heute zählt die Stätte zum Weltkulturerbe.
25.04.2013, 12:23 Uhr | t-online.de, AFP
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