29.06.2013, 15:44 Uhr | dpa
Bei den Ausgrabungen wurden auch diese Ohrringe aus Gold und Silber gefunden (Quelle: National Geographic Society/AP/dpa)
Königsgrab mit Goldschätzen und 63 Skeletten entdeckt: In Nordperu ist ein Mausoleum der Wari-Kultur entdeckt worden. Bei den Toten handelte es sich vermutlich überwiegend um Frauen. Viele von ihnen gingen auffallend kostbar und außergewöhnlich reich geschmückt in den Tod. Drei Frauen dürften wohl Königinnen gewesen sein.
Die Archäologen sind begeistert, denn der Fund erlaubt Einblicke in das Imperium der Wari, das vor etwa 1300 Jahren entstand - lange bevor die Inka die Region beherrschten.
Die Ausgrabungen hatten vor zehn Monaten bei einer über 30 Meter hohen Stufenpyramide begonnen. Neben den Leichen seien rund 1200 Gold- und Silber-Schmuckstücke sowie feine Keramikvasen gefunden worden. Das Mausoleum war unter 33 Tonnen Geröll verschüttet und blieb so von Plünderern verschont, berichtet die Zeitung "El Comercio".
Viele der Leichen seien mumifiziert. Ein besonders gut erhaltener Körper ermöglichte die Zusprechung der Totenstadt im nordperuanischen Huarmey zur Wari-Kultur, sagte der polnische Archäologe Milosz Giersz. Außerdem seien die Toten in einer sitzenden Position beigesetzt worden, wie das bei den Wari üblich war.
Die Wari-Kultur entfaltete sich vom 7. bis zum 12. Jahrhundert vor allem im südperuanischen Hochland um Ayacucho und an der Küste. Das Mausoleum wurde im 9. Jahrhundert errichtet, vermutet das Archäologenteam der Universität Warschau.
Das Alter der Skelette und Grabbeigaben wird auf etwa 1200 Jahre geschätzt und wirft ein ganz neues Licht auf die Regionalkultur Südamerikas. "Dieser Fund wird unser Verständnis der prä-inkaischen Geschichte ändern", sagte Perus Kulturminister Luis Peirano. Der Rückgang der nordperuanischen Moche-Kultur um das 9. Jahrhundert müsse unter der Erkenntnis des Kontaktes mit den Wari neu beleuchtet werden.
Bislang waren die Trümmer von Huarmey den Moche zugesprochen worden. Auch bekunde die Anwesenheit der Wari-Siedlung von Huarmey den Verbreitungsweg der am Titicaca-See entwickelten Bronze-Metallurgie bis an die nordperuanische Küste. Die Fundstücke sollen nach der archäologischen Untersuchung in Peru ausgestellt werden.
29.06.2013, 15:44 Uhr | dpa
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