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Brieftaube mit Geheimbotschaft: Historiker knackt Weltkrieg-Code

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Historiker knackt Weltkrieg-Code

17.12.2012, 12:51 Uhr | Spiegel Online

Brieftaube mit Geheimbotschaft: Historiker knackt Weltkrieg-Code. Brieftauben-Skelett: In der roten Kapsel war die verschlüsselte Botschaft (Quelle: Action Press)

Brieftauben-Skelett: In der roten Kapsel war die verschlüsselte Botschaft (Quelle: Action Press)

 

Wochenlang rätselten Experten in Großbritannien über eine geheimnisvolle Brieftauben-Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg. Während andere Wissenschaftler schon aufgaben, konnte ein Historiker nun den Code knacken: "Truppen, Panzer, Geschütze, Ingenieure, hier."

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Hamburg - Beim Renovieren seines Hauses in Bletchingley, Surrey, machte der 74 Jahre alte Brite David Martin vor wenigen Wochen eine erstaunliche Entdeckung: Er fand das Skelett einer Brieftaube, die erkennbar aus dem Zweiten Weltkrieg stammte, weil sich an ihrem Bein eine rote Kapsel befand. Darin lag eine verschlüsselte Botschaft.

Martin war überzeugt davon, dass die Nachricht dechiffriert werden könnte - auch nachdem Historiker des britischen Geheimdienstes bereits aufgegeben und erklärt hatten, der Code sei nicht zu knacken. Und Martin sollte recht behalten. Denn nun hat ein britischer Historiker laut "Daily Mail" die Botschaft entschlüsselt. Demnach wurde sie von einem 27 Jahre alten Soldaten abgeschickt, der in der Normandie deutsche Truppen und Panzer observierte - und Angriffsziele ausspionierte.

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Brieftaube mit Nachricht aus 2. Weltkrieg gefunden

Die codierte Botschaft wird jetzt entschlüsselt. zum Video

In der kurzen Nachricht bezeichnet er die Deutschen als "Jerrys", ein oft verwendeter Spitzname. Weiter heißt es unter anderem: "Truppen, Panzer, Geschütze, Ingenieure, hier. Gegenmaßnahmen gegen Panzer funktionieren nicht."

Der Experte Gord Young knackte den Code dank eines alten Handbuchs der Royal Artillery. Dieses hatte ein Veteran des Zweiten Weltkriegs aufbewahrt, der mit dem Historiker verwandt ist. Young arbeitet am Lakefield Heritage Research im kanadischen Ontario.

Die Nachricht belegt laut Young, dass der Fallschirmspringer William Stott hinter die feindlichen Linien gelangt war. Demnach sollte er den Militärstrategen helfen, die sogenannte D-Day-Offensive der Alliierten im Sommer 1944 zu steuern. "Wir waren in der Lage den Großteil der angeblich unentwirrbarren Brieftaubenbotschaft zu knacken", sagte der Historiker. Allerdings habe die Nachricht nicht vollständig entschlüsselt werden können.

Die handgeschriebene Nachricht besteht aus 27 Gruppen von jeweils fünf Buchstaben: "AOAKN", "HVPKD" und so weiter. Die Verwendung einer Brieftaube war dabei nicht ungewöhnlich: Die Briten hatten 250.000 von ihnen im Kriegseinsatz, berichtete der britische Geheimdienst.

kgp/wit

 
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