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Leukämie bei Kindern und Atomkraftwerke

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Leukämie bei Kindern und Atomkraftwerke  

Strahlenschutzkommission sieht keinen Zusammenhang

09.10.2008, 15:00 Uhr | dapd

Wohngebiet in Lingen beim Atomkraftwerk Emsland (Foto: ddp) Die Strahlenschutzkommission sieht keinen Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen bei Kindern und Strahlenexposition durch Atomkraftwerke.

Sie bestätigte am Donnerstag zwar das Ergebnis einer kontroversen Studie vom vergangenen Dezember, bei dem in einem Fünf-Kilometer-Radius um Atomkraftwerke ein erhöhtes Risiko für Kinder unter fünf Jahren festgestellt wurde, an Leukämie zu erkranken. Dennoch bleibe die Frage nach den Ursachen offen, sagte der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission, Rolf Michel.

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KiKK-Studie hat methodische Mängel

Die sogenannte KiKK-Studie über Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken, die im vergangenen Dezember für Aufregung gesorgt hatte, weise eine Reihe methodischer Schwächen auf. Bei der Ursache für das erhöhte Leukämie-Risiko müsse eine Reihe von Faktoren in Betracht gezogen werden, sagte Michel. Er nannte unter anderem die Belastung der Umgebung mit Herbiziden, Insektiziden oder Pestiziden, eine Schwächung oder Überreaktion des Immunsystems durch Impfungen oder Infekte sowie die genetische Veranlagung.

Statistischer Zufall?

"Was uns fehlt, ist das Grundverständnis, wie Leukämie eigentlich funktioniert", sagte Michel. Er verwies auf Studien in anderen Ländern, die zu widersprechenden Ergebnissen zur Leukämie-Häufigkeit im Umfeld von Atomkraftwerken gekommen seien. "Es kann statistischer Zufall sein", sagte er.

Wegziehen ist keine Lösung

Er zeigte Verständnis für die Hilflosigkeit von Eltern mit Kleinkindern, die in der Nähe von Atommeilern wohnten. Es sei aber "keine Lösung, dort wegzuziehen". Auch in Gemeinden ohne Kernkraftwerke gäbe es bisweilen unerklärliche, höhere Krebsraten. Das Umweltministerium hatte die Strahlenschutzkommission mit der Überprüfung der KiKK-Studie beauftragt, die wiederum eine interdisziplinär und international besetzte Arbeitsgruppe einsetzte. Eine politische Einflussnahme sollte damit ausgeschlossen werden.

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