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Astronomen entdecken Planeten mit zwei Sonnen

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Astronomen entdecken Planeten mit zwei Sonnen

17.09.2011, 12:25 Uhr | dpa, dapd

NASA nimmt Himmelskörper mit zwei Sonnen ins Visier.


 

Es klingt nach Science-Fiction: Astronomen haben einen Planeten mit zwei Sonnen entdeckt - mithilfe des Kepler-Teleskops der NASA. Die Wissenschaftler um Laurance Doyle vom kalifornischen SETI-Institut beschreiben ihren Fund im US-Wissenschaftsmagazin "Science".

Die Konstellation erinnert die Forscher an den fiktiven Heimatplaneten des Kinohelden Luke Skywalker aus der Science-Fiction-Saga "Krieg der Sterne" ("Star Wars"). Anders als beim fiktiven Wüstenplaneten Tatooine handelt es sich bei Kepler-16b allerdings um einen kalten, unbelebten Gasriesen von der Größe des Saturn.

Es ist nicht das erste Mal, dass Astronomen Hinweise auf einen Planeten erspähen, der um zwei Sonnen kreist. Aber es ist der erste Trabant eines Doppelsterns, der - von der Erde aus gesehen - genau vor seinen beiden Sternen vorbeizieht und sich damit direkt nachweisen lässt.

Planet umkreist Doppelsonnen

"Kepler-16b ist das erste bestätigte, unzweideutige Beispiel für einen zirkumbinären Planeten - einen Planeten, der nicht einen, sondern zwei Sterne umkreist", unterstreicht Ko-Autor Josh Carter vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik (CfA) in einer Mitteilung seines Instituts.

Kepler-16b umkreist rund 200 Lichtjahre von der Erde entfernt ein Doppelsystem aus zwei Zwergsternen: Der eine hat nur ein Fünftel der Masse unserer Sonne, der andere zwei Drittel. Die Doppelsonnen sind rund 35 Millionen Kilometer voneinander entfernt und umrunden sich gegenseitig in 41 Tagen.

Der Planet zieht weiter außen seine Bahn. In etwa 105 Millionen Kilometern Abstand benötigt er für einen Umlauf 229 Tage. Damit gleicht sein Orbit dem der Venus in unserem Planetensystem, dem zweitnächsten Planeten an unserer Sonne.

Kalt und unbewohnbar

Da die Doppelsonnen von Kepler-16b jedoch viel kleiner sind als unsere Sonne, herrschen auf dem großen Gasplaneten vermutlich frostige minus 75 bis minus 100 Grad Celsius. Das ist zu kalt für Leben, so dass - anders als im Kinoabenteuer - niemand dort den spektakulären doppelten Sonnenuntergang beobachten kann.

Die Astronomen waren mit dem Weltraumteleskop "Kepler" der US-Raumfahrtbehörde NASA auf den fernen Planeten gestoßen. "Kepler" kann winzige Schwankungen in der Helligkeit von Sternen messen. Diese entstehen, wenn ein ferner Planet - von der Erde aus gesehen - genau vor seinem Heimatstern vorbeizieht und ihn damit ein klein wenig abschattet. "Die Entdeckung ist verblüffend", kommentierte Astronom Alan Boss aus dem Forscherteam. "Wieder einmal ist etwas Science-Fiction Realität geworden."

 
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