Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Wissen >

Wissenschaftler finden Grund für eingeschränkte Immunabwehr nach Virenbefall

...

Gruppe-Viren öffnen Bakterien Tür und Tor

16.11.2012, 16:02 Uhr | dapd

Wissenschaftler finden Grund für eingeschränkte Immunabwehr nach Virenbefall. Wissenschaftler haben ein Molekül entdeckt, welches für das erhöhte Infektionsrisiko nach einer Viruserkrankung verantwortlich ist. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach Angaben der WHO sind jährlich 10-20 % der Weltbevölkerung vom Influenzavirus betroffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach einer Grippe haben krankheitserregende Bakterien offenbar besonders leichtes Spiel: Das Grippe-Virus verändere das Immunsystem so, dass es bakterielle Infektionen schlechter bekämpfen könne, haben Immunologen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) herausgefunden.

Mitverantwortlich dafür sei das sogenannte Molekül TLR7. Es erkenne die Viren-Gefahr und signalisiere zugleich den Fresszellen des Immunsystems, weniger Bakterien zu bekämpfen, heißt es in der Studie, die im "Journal of Innate Immunity" erschienen ist.

Gefahr: Superinfektionen

Grippe-Pandemien kosteten bereits Millionen Menschen das Leben. Viele davon wurden dabei nicht nur von den Grippe-Viren sondern zusätzlich von bakteriellen Erregern befallen. Es kam zu Superinfektionen.

Top-Nachrichten
Unsere wichtigsten Themen

Das Molekül TLR7 erkennt das Erbmaterial von Viren und veranlasst deren Bekämpfung durch das Immunsystem. Offenbar hat es jedoch den Nebeneffekt, die Abwehr von Bakterien einzudämmen.

Mäuse retten Menschenleben

Das fanden die HZI-Forscher am Mausmodell heraus. Sie markierten bakterielle Krankheitserreger und zählten, wie viele von ihnen von den Fresszellen aufgenommen wurden. Bei Mäusen ohne den Virus-Sensor TLR7 wurden mehr Bakterien vernichtet als bei Mäusen mit intaktem Sensor.

"Ohne TLR7 dauert es länger, bis sich die Bakterien im Blut ausbreiten", sagt Professorin Dunja Bruder: "Auch wenn es sich nur um eine relativ kurze Zeitspanne handelt, könnte dieses Zeitfenster für einen schwerkranken Patienten unter Umständen entscheidend sein. Denn je mehr Zeit die Ärzte haben, die richtigen Antibiotika auszuwählen, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Kinderporno-Affäre 
Edathy: Filme zu bestellen war falsch, aber legal

Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit wies Edathy zurück. Video

Video des Tages
Rücksichtslos 
Lkw-Rowdys liefern sich Duell auf der Straße

Die drei Fahrer können von Glück sagen, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Video

Anzeige
Drei-Tages-Wettervorhersage



Anzeige