Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Wissen >

AIDS: Taxi und Versteck für HI-Virus identifiziert

...

Taxi und Versteck für HI-Virus identifiziert

21.12.2012, 17:09 Uhr | dapd

AIDS: Taxi und Versteck für HI-Virus identifiziert. Wie umgeht das HI-Virus die Immunabwehr? Forscher sind den Tricks des Aids-Auslösers auf der Spur.  (Quelle: Maria Pino, Itziar Erkizia, Nuria Izquierdo-Useros, Caitlin Sedwick)

Wie umgeht das HI-Virus die Immunabwehr? Forscher sind den Tricks des Aids-Auslösers auf der Spur. (Quelle: Maria Pino, Itziar Erkizia, Nuria Izquierdo-Useros, Caitlin Sedwick)

 

Das HI-Virus nutzt offenbar einen besonders perfiden Weg, um sich auszubreiten, zu vermehren und Aids auszulösen. Dabei dienen ausgerechnet Immunzellen als Taxi und Versteck, haben Wissenschaftler aus Heidelberg und Barcelona herausgefunden.

Mehr zum Thema

Diese sogenannten Dendritischen Zellen binden demnach den Aids-Erreger und transportieren ihn unbeschadet an Abwehrmechanismen vorbei, heißt es in der Studie, die aktuell im Fachmagazin "PloS Biology" erschienen ist.

Dendritische Zellen patrouillieren durch den Körper, nehmen Krankheitserreger auf, verdauen sie und präsentieren Teile der Eindringlinge möglichst vielen anderen Immunzellen. Diese leiten daraufhin gezielte Abwehrreaktionen ein. Beim HI-Virus ist dieser Mechanismus außer Kraft gesetzt. Der Virus verfügt über ein umfassendes Repertoire von Tricks, das menschliche Immunsystem zu manipulieren, zu umgehen, auszuschalten und schließlich sogar zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Top-Nachrichten
Unsere wichtigsten Themen

Die Dendritischen Zellen zerlegen den Erreger nicht wie üblich in seine ungefährlichen Einzelteile. "Stattdessen präsentieren sie den T-Helferzellen die vollständigen und infektiösen Viren. Durch diese direkten Kontakte kommt es dann zur Infektion einer sehr großen Anzahl von T-Zellen", erklärt Professor Hans-Georg Kräusslich.

Die T-Zellen sind das bevorzugte Ziel des HI-Virus. Im Laufe der Infektion werden sie kontinuierlich dezimiert, bis schließlich das Immunsystem versagt. Es kommt zur Immunschwäche Aids.

Ansatzpunkt für neue Therapien 

Die Forscher haben das Protein Siglec-1 auf den Dendritischen Zellen als Andockstation und Schleuse für die HI-Viren identifiziert. Blockierten die Forscher Siglec-1, gelangten kaum noch HI-Viren in die Zellen. Die Übertragung auf T-Zellen war im Experiment gestoppt. Darin sieht Kräusslich einen vielversprechenden Ansatzpunkt für neue Therapien. 

 
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht

Top Partner

Anzeige
Video des Tages
Auf zur Attacke 
Diese Katzen machen Jagd auf Helikopter

Bobo und Nikita verteidigen mit ausgefahrenen Krallen ihr Revier. Video

145 km/h hauen rein 
Er bekam einen Baseball mit voller Wucht ins Gesicht

Dieser Sportler hätte sich beim Zusammenprall auch den Schädel brechen können. mehr

Drei-Tages-Wettervorhersage

Shopping 
Schrei vor Glück: Schuhe, Mode u.v.m. von Topmarken

Jetzt die neuen Kollektionen auf zalando.de entdecken - Versand gratis. zum Zalando-Special

Anzeige


Anzeige