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Dunkle Materie: Astronomen erkunden "dunkles Herz" der Milchstraße

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Unsichtbare Materie  

Astronomen erkunden "dunkles Herz" der Milchstraße

09.02.2015, 17:00 Uhr

Dunkle Materie: Astronomen erkunden "dunkles Herz" der Milchstraße. Forscher haben nun herausgefunden: Die innere Milchstraße muss bedeutende Mengen unsichtbarer Dunkler Materie besitzen. (Quelle: dpa)

Das Zentrum der Milchstraße, fotografiert vom Norden Chiles aus (das Foto der Europäischen Südsternwarte ESO stammt von 2009). (Quelle: dpa)

Die innere Milchstraße muss bedeutende Mengen unsichtbarer Dunkler Materie besitzen. Das zeigt zumindest eine neue Analyse im britischen Fachblatt "Nature Physics". Das Team um Fabio Iocco von der Universität Madrid hat dazu die Rotationsgeschwindigkeit von Himmelskörpern in unserer Heimatgalaxie ausgewertet. Ohne die zusätzliche Masse der Dunklen Materie wären ferne Galaxien längst auseinandergeflogen - das gilt auch für unsere Galaxie.

Die Forscher um Iocco haben nun das "dunkle Herz" der Milchstraße erkundet, indem sie die neuesten und besten Geschwindigkeitsmessungen an 2780 Sternen, Gaswolken und sonstigen Himmelskörpern mit der kartierten Verteilung der gewöhnlichen Materie in der Milchstraße verglichen haben.

Die Analyse zeigt, dass es auch innerhalb der Sonnenbahn schon eine erhebliche Menge Dunkler Materie in der Milchstraße geben muss. Die genaue Menge geben die Forscher nicht an. Sie hoffen jedoch, dass sich mit ihrer Analyse die Struktur der inneren Milchstraße besser bestimmen lässt.

Dunkle Materie hält auch unsere Galaxie zusammen

Schon lange wissen Astronomen, dass die normale Materie, aus der Sterne, Planeten und auch Menschen bestehen, generell nur einen kleinen Teil des Inhalts des Weltalls stellt. Mehr als fünf Mal häufiger ist die unsichtbare Dunkle Materie, deren Natur völlig unbekannt ist und die sich nur durch ihre Schwerkraft bemerkbar macht.

Das zeigt sich unter anderem an der Rotationsgeschwindigkeit ferner Galaxien: Sie drehen sich so schnell, dass sie trotz der Schwerkraft all ihrer Sterne, Gas- und Staubwolken auseinander fliegen würden. Es muss daher eine unsichtbare Dunkle Materie diese Galaxien mit ihrer zusätzlichen Schwerkraft zusammenhalten.

Das sollte im Prinzip auch für unsere Heimatgalaxie gelten, die Milchstraße. Allerdings sind die Verhältnisse hier nur schwer zu messen, weil wir nicht von außen auf die Milchstraße schauen können. Frühere Untersuchungen unterschiedlicher Art haben teils widersprüchliche Ergebnisse geliefert.

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