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Neu entdeckter Himmelskörper  

Forscher präsentieren Modell von "Planet Neun"

09.04.2016, 08:22 Uhr | t-online.de, dpa

Forscher präsentieren Modell von "Planet Neun". Computermodell von "Planet Neun". (Quelle: Esther Linder, Christoph Mordasini, Universität Bern)

Computermodell von "Planet Neun". (Quelle: Esther Linder, Christoph Mordasini, Universität Bern)

Anfang des Jahres sorgte die Meldung für Furore, dass ein neunter Planet in unserem Sonnensystem entdeckt worden sei. Nur gesehen hat ihn noch keiner. Berner Wissenschaftler haben nun ein Computermodell des Unbekannten vorgestellt. 

Christoph Mordasini und Esther Linder forschen an der Universität Bern auf dem Gebiet der Planetenentwicklung mithilfe von Computermodellen. In der Fachzeitschrift "Astronomy & Astrophysics" veröffentlichten sie ihre Ergebnisse zu "Planet Neun". 

Mordasini und Linder nehmen an, dass der neunte Planet eine kleinere Version von Uranus und Neptun ist - also ein kleiner Eisriese mit einer Hülle aus Wasserstoff und Helium. Der Kern soll aus Eisen bestehen. Der Radius des Planeten beträgt nach den Berechnungen fast das vierfache der Erde. Dabei ist er eiskalt: Seine Temperatur soll bei minus 226 Grad Celsius liegen.

Planet strahlt im Infrarot-Bereich

Dies bedeutet, so Esther Linder, dass der Planet selbst Wärme abstrahlt. "Wenn der Planet selbst keine innere Energie hätte, läge seine Temperatur bei nur 10 Kelvin oder minus 263 Grad Celsius", erklärt sie, "denn dann würde die Strahlung lediglich aus dem reflektierten Sonnenlicht bestehen."

Dieser Energiefluss bedeutet laut den Forschern auch, dass der Planet im Infrarot-Bereich viel heller strahlt als im sichtbaren Wellenlängenbereich. 

Planet lässt sich reichlich Zeit mit Umkreisung der Sonne

Schon die Entdecker des Planeten, Konstantin Batygin und Mike Brown vom California Institute of Technology, hatten Berechnungen zum Planeten vorgelegt.

Ihren zufolge soll die Umlaufbahn des Himmelskörpers weit hinter derjenigen des achten Planeten Neptun liegen. Für eine vollständige Umkreisung der Sonne soll "Planet Neun" zwischen 10.000 und 20.000 Jahre benötigen.

Mit seiner Gravitationskraft soll der vermutete Planet mit der zehnfachen Masse der Erde unter anderem Himmelskörper im sogenannten Kuipergürtel beeinflussen. In dieser Zone jenseits der Neptun-Bahn befinden sich die Zwergplaneten Pluto, Eris, Makemake und Haumea.

Der kleine Pluto ist kein Planet mehr

Den Beinamen neunter Planet hatte jahrzehntelang der kleine Pluto getragen, der zuletzt Besuch von der US-Raumsonde "New Horizons" erhielt. Doch Pluto wurde 2006 zum Zwergplaneten zurückgestuft. Seither umkreisen offiziell nur noch acht Planeten unsere Sonne: Die inneren Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars sowie die weitaus größeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun im äußeren Sonnensystem.

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