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Satelliten kollidieren mit Schrott  

Neues Radar soll Weltraum-Crash verhindern

14.10.2017, 11:57 Uhr | dpa

Neues Radar soll Weltraum-Crash verhindern. Das Simulationsmodell stellt die Verteilung und Bewegung des Weltraummülls heute und in Zukunft dar. (Quelle: dpa/TU Braunschweig/Technische Universität Braunschweig)

Das Simulationsmodell stellt die Verteilung und Bewegung des Weltraummülls heute und in Zukunft dar. (Quelle: TU Braunschweig/Technische Universität Braunschweig/dpa)

Derzeit umkreisen Tonnen von Weltraumschrott die Erde. Dieser kollidiert oft mit Satelliten. Ein neues Weltraumradar soll so etwas ab Herbst 2018 verhindern.

Das geplante German Experimental Surveillance and Tracking Radar (GESTRA) soll die Schrottteile im All vom ehemaligen Bundeswehr-Standortübungsplatz Schmidtenhöhe in Koblenz aus aufspüren. Am kommenden Montag informieren Bundeswehr und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Öffentlichkeit über das geplante Radar.

Rund 2700 Tonnen Schrottteilchen unterschiedlicher Größe rasen derzeit auf einer erdnahen Umlaufbahn umher und gefährden den Betrieb von Satelliten. Schon sehr kleine Teile können großen Schaden anrichten, erklärte Dominik Wullers, Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz. "Denken Sie daran, was passieren würde, wenn mitten im Champions League Finale der ASTRA-Fernsehsatellit ausfallen würde."

"Suchschirm im Himmel"

Das Weltraumradar wird aus einem Sender sowie einem Empfänger bestehen. Der Sender schicke gepulste Signale in den Weltraum, sagte Gerald Braun, Abteilungsleiter Weltraumlage und Verantwortlicher für das Projekt GESTRA beim DLR in Bonn. In etwa 400 Kilometern Höhe werde aus den Signalen eine Art dichtes Netz. Braun spricht von einem "Suchschirm im Himmel".

Jedes Müllstückchen, das das Netz durchfliege, bemerke der Empfänger auf der Erde, und die Bahn des Teilchens könne vermessen werden. Ein Satellit könne so rechtzeitig umgelenkt werden. Eine einmalige Prognose reicht aber nicht aus: Der Müll ändert laut Braun etwa durch Sonnendruck alle paar Tage seinen Bahnen, die dann neu überprüft werden müssen.

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