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Studie: Europäischer Pilz tötet massenhaft US-Fledermäuse

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Studie: Europäischer Pilz tötet massenhaft US-Fledermäuse

11.04.2012, 00:14 Uhr | AFP

Studie: Europäischer Pilz tötet massenhaft US-Fledermäuse. Von der Seuche befallen: kleine Braune Fledermaus mit Weißnasensyndrom (Quelle: U.S. Fish and Wildlife Service)

Kleine Braune Fledermaus mit Weißnasensyndrom (Quelle: U.S. Fish and Wildlife Service)

Eine mysteriöse Seuche, der in den vergangenen Jahren Millionen Fledermäuse in den USA und Kanada zum Opfer gefallen sind, stammt laut einer kanadischen Studie aus Europa. Europäische Fledermäuse leiden nicht unter dem von einem Pilz hervorgerufenen sogenannten Weißnasensyndrom, was nach Auffassung der Autoren der Studie darauf schließen lässt, dass sie sich seit langem an den Erreger gewöhnt haben.

Um ihre These zu untermauern, infizierte das Team um Craig Willis von der kanadischen Universität von Winnipeg Fledermäuse mit dem europäischen und dem nordamerikanischen Ableger des Pilzes Geomyces destructans. Die mit dem europäischen Pilz infizierten Tiere starben nach 71, die anderen nach 88 Tagen.

Touristen haben den Pilz wohl eingeschleppt

Damit sei die Theorie widerlegt, dass die nordamerikanischen Fledermäuse Opfer eines mutierten Erregers geworden sein könnten. Dies bedeute auch, dass die europäischen Flugsäuger nicht von der Seuche bedroht sind. Zur Kontrolle ist für kommendes Jahr ein ähnliches Experiment in Europa geplant.

Erstmals wurde die Pilzkrankheit im Jahr 2006 in einer Höhle im US-Bundesstaat New York entdeckt. Seitdem tötete die Seuche 6,7 Millionen Tiere in 16 US-Bundesstaaten und vier kanadischen Provinzen. Befallene Fledermäuse erwachen aus dem Winterschlaf, fliegen in der Kälte umher und gehen schließlich durch den Verlust ihrer Fettreserven zugrunde. Vermutlich sei der Pilz von Touristen eingeschleppt worden, sagte Studienleiter Willis.

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