14.11.2012, 15:36 Uhr | dpa
Eine äußert giftige Spinnenart verbreitet derzeit in Japan Angst und Schrecken. Die in Australien heimische Rotrückenspinne habe sich inzwischen auf 23 der 47 Provinzen Japans ausgebreitet, warnte das Umweltministerium in Tokio.
Ein Biss der Spinne, die leicht an ihrem auffälligen rötlichen Strich am hinteren Körperende zu erkennen ist, kann Kopfschmerzen und Übelkeit, aber auch Muskellähmung hervorrufen. In seltenen Fällen kann das Gift der Spinne tödlich sein.
Am häufigsten kommen Bisse von den etwa einen Zentimeter großen Weibchen vor.
Anfang der Woche tauchte das Tier erstmals nahe der Hauptstadt Tokio auf, wie japanische Behörden berichteten. Ein Mann fand die Spinne demnach in seinem Garten und töte sie mit Hilfe eines Insektensprays. Das Ministerium forderte zu Vorsicht bei Gartenarbeiten auf. Es sollten dabei in jedem Fall Handschuhe getragen werden.
Die Rotrückenspinne kommt eigentlich nur in Australien vor. In Japan wurde die Spinnenart erstmals 1995 in Takaishi in der Industrieprovinz Osaka entdeckt. Experten vermuteten, dass sich die Spinnen an Container hefteten und auf diese Weise auf das Inselreich gelangt sind, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo weiter berichtete.
Quelle: dpa
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