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DNA-Test rettet Uhu vor dem Tod

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DNA-Test rettet Uhu vor dem Tod

18.12.2012, 12:17 Uhr | dpa

DNA-Test rettet Uhu vor dem Tod. Ein europäischer Uhu (Quelle: dapd)

Das Bild zeigt einen europäischen Uhu - nicht das Duisburger Tier (Quelle: dapd)

 

Für Verbrecher kann ein DNA-Test Knastaufenthalt bedeuten. Einen Uhu rettet die Bestimmung der Erbanlage jetzt vor dem Tod und bringt ihm wohl die Freiheit. Die kuriose Geschichte eines Bubo bubo.

Foto-Serie: Die neuen Tiere in Deutschland

Forscher der Zoologischen Staatssammlung München konnten nach einer DNA-Analyse mithilfe einer Gendatenbank klären, dass die Eule, die vor etwa einem Jahr im Sauerland in einer Auffangstation gelandet war, aus Europa stammt.

Nähe zu Menschen gesucht

Nur heimische Tiere dürfen in die Freiheit entlassen werden - zum Schutz vor der Ausbreitung fremder Arten, die das Gleichgewicht in der Natur unwiderruflich durcheinanderbringen können, wie die Staatssammlung mitteilte.

Der Vogel war aufgefallen, weil er in Duisburg die Nähe zu Menschen suchte und sehr zutraulich wirkte. Wegen seiner für heimische Uhus untypischen Gefiederfarbe vermutete der Leiter der Auffangstation, dass es sich um eine asiatische Art handelte. Hätte sich das bestätigt, hätte das Tier lebenslang in Gefangenschaft bleiben müssen.

Kann er in Freiheit überleben?

Nun wird geprüft, ob der Uhu im Frühjahr freigelassen werden kann. Weil er offenbar von Menschen aufgezogen wurde, kann er sich kaum selbst mit lebenden Tieren ernähren. "Das wäre aber die Grundvoraussetzung: Die Frage, ob er sich selbst langfristig erhalten kann", sagte Randolph Kricke von der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Duisburg.

Sollte er nicht freikommen, habe der Uhu auf jeden Fall eine Chance im Zoo. Denn nach der DNA-Analyse durch den Genforscher Jerome Moriniere von der Zoologischen Staatssammlung handelt es sich um einen reinrassigen europäischen Uhu (Bubo bubo) und nicht um einen Bengalenuhu (Bubo bengalensis) aus Asien.

Leben als Zuchttier?

"Damit käme er als Zuchttier infrage", sagte Kricke. Wäre er ein Mischling gewesen, wäre seine Zukunft ungewiss gewesen - dann hätte man ihn vielleicht sogar einschläfern müssen. Auch privat hätte sich niemand erbarmen dürfen, weil es für das Tier keine offiziellen Papiere gibt.

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