31.05.2013, 10:34 Uhr | dpa, AFP
Sensationeller Fund in Sibirien (Quelle: AFP)
Russische Forscher haben in Ostsibirien Überreste eines Mammuts mit Muskelgewebe und flüssigem Blut entdeckt. "Erstmals seit mehr als 100 Jahren ist ein ausgestorbenes Tier in einem solch guten Zustand gefunden worden", sagte ein Moskauer Wissenschaftler der Agentur Ria Nowosti zufolge.
Die etwa 10.000 Jahre alten Überreste des Mammutweibchens seien vor wenigen Tagen auf der Kleinen Ljachow-Insel ausgegraben worden. "Das Muskelgewebe ist von erstaunlich natürlicher roter Farbe", sagte Expeditionsmitglied Semjon Grigorjew. Auch der Fund von Blut sei bei Lufttemperaturen von minus zehn Grad "eine kleine Sensation".
Der Fund hat bei russischen Forschern die Hoffnung geweckt, das vor tausenden Jahren ausgestorbene Tier eines Tages klonen zu können. Es handle sich um den am besten erhaltenen Mammutfund aller Zeiten.
"Das ist die erstaunlichste Entdeckung meines Lebens", sagte Grigorjew, demzufolge der Kadaver ein mit etwa 60 Jahren verendetes Wollhaarmammutweibchen ist. Der Unterkörper des Säugetiers blieb demnach gut erhalten, weil er unter der Wasseroberfläche eines später zugefrorenen Teichs lag. Der obere Teil inklusive Kopf und Rücken sei hingegen von Raubtieren in Mitleidenschaft gezogen worden. "Die Vorderbeine und der Magen sind gut erhalten, der hintere Teil ist bloß noch Gerippe", sagte Grigorjew.
Nach dem Fund zu Monatsbeginn hätten die Expeditionsmitglieder ihren Augen kaum getraut. "Als wir das Eis unter dem Magen entfernten, floss sehr dunkles Blut heraus", schilderte Grigorjew, der als Wissenschaftler an der staatlichen Universität im nordöstlichen Jakutsk forscht. "Und auch das Muskelgewebe ist rot, wie frisches Fleisch", fügte er hinzu.
Spektakulär klingt auch seine Schlussfolgerung: "Damit haben wir eine wirklich gute Chance, lebende Zellen aufzuspüren, die uns beim Klonen eines Mammuts helfen könnten." Im vergangenen Jahr hatte Grigorjews Universität einen Vertrag mit der Biotechnologiestiftung des südkoreanischen Klonpioniers Hwang Woo Suk geschlossen. In den kommenden Monaten sollen nun Spezialisten aus Südkorea, Russland und den USA den Mammutkadaver untersuchen. Wo die sterblichen Überreste des Tiers bis dahin aufbewahrt werden, wollte Grigorjew nicht verraten, "sonst werden sie noch gestohlen".
Im Zuge der globalen Erwärmung tauchten in Russlands Norden bereits mehrfach Mammutskelette auf, wenn der üblicherweise rund ums Jahr gefrorene Permafrostboden an einigen Stellen auftaute. Erst im vergangenen Jahr entdeckte dort ein jugendlicher Nomade die Überreste eines Wollhaarmammuts.
31.05.2013, 10:34 Uhr | dpa, AFP
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