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Mars: Salzlake lässt Lebewesen keine Chance

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Dicke Salzlake auf dem Mars  

Kaum Chancen für Lebewesen

17.06.2008, 14:36 Uhr | dpa

Vor vier Jahren hatte die Nasa Proben von der Marsoberfläche genommen (Quelle: dpa)Vor vier Jahren hatte die Nasa Proben von der Marsoberfläche genommen (Quelle: dpa) Schlechte Nachrichten für die Marssonde "Phoenix" auf der Suche nach Lebensspuren: Der Rote Planet war wahrscheinlich schon immer viel zu salzig für die Entstehung von Leben. Es sei zwar mittlerweile unbestritten, dass es einmal flüssiges Wasser auf dem Nachbarplaneten der Erde gegeben habe. Dies sei jedoch vermutlich eine dicke Salzlake gewesen, berichten Forscher der Harvard-Universität im US-Fachjournal "Science". Leben, wie wir es kennen, habe darin kaum eine Chance gehabt.

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Genaue Analyse von Bodenproben

Die Wissenschaftler hatten diejenigen Gesteinsdaten genauer analysiert, mit denen der Marsrover "Opportunity" Hinweise auf frühere Wasservorkommen auf dem Roten Planeten geliefert hatte. Der Rover, ein speziell für die Erkundung der Marsoberfläche entwickeltes Forschungsfahrzeug, war im Januar 2004 auf dem Mars gelandet und hatte Proben analysiert. Bislang hatten Forscher angenommen, dass der heute lebensfeindliche Mars in seiner Frühzeit lebensfreundliche Bedingungen ähnlich der Erde geboten haben könnte. Wissenschaftler Andrew Knoll äußerte sich aufgrund der neuen Analyse jedoch skeptisch: "Egal wie weit wir in die Marsgeschichte zurückblicken, wir finden vielleicht niemals einen Zeitpunkt, zu dem der Planet wirklich wie die Erde aussah."

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Lebewesen bräuchten eine "völlig andere Biochemie"

Knoll und seine Kollegen schließen dies aus den Salzablagerungen in vier Milliarden altem Marsgestein an "Opportunitys" Landeplatz, der noch als eine der nasseren und freundlicheren Gegenden in der Marsvergangenheit gilt. Demnach war das Marswasser jedoch viel salziger als jeder irdische Organismus ertragen könnte. "Dies schließt nicht Lebensformen eines Typs aus, dem wir noch nie begegnet sind", sagte Knoll. "Aber Leben, das in solch einer salzigen Umgebung entstehen und ausharren könnte, bräuchte eine völlig andere Biochemie als selbst die salztolerantesten irdischen Organismen." Und auch diese hätten sich aus Vorfahren in weniger salzhaltigem Wasser entwickelt.


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