28.02.2013, 12:35 Uhr | dapd
Der Mensch kommt dem Roten Planeten immer näher: Ein US-Millionär plant seine eigene Mars-Mission (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Ein raumfahrtbesessener amerikanischer Multimillionär düpiert die Weltraummächte: Während die USA und Russland bisher nur von bemannten Missionen zum Mars in den 2030er Jahren träumen, will Dennis Tito bereits am 5. Januar 2018 einen Mann und eine Frau auf die 501 Tage dauernde Reise schicken, die am 21. Mai 2019 wieder sicher auf der Erde enden soll.
Eine Landung auf dem Roten Planeten sei nicht geplant, sondern lediglich ein Vorbeiflug in 100 Meilen Entfernung, sagte Tito auf einer Pressekonferenz der eigens dafür gegründeten Inspiration Mars Foundation in Washington.
Die Mars-Mission, für die Tito in den nächsten zwei Jahren das Geld durch Spenden einsammeln will, werde mit existierenden Systemen und Technologien durchgeführt, die sich bereits in der Industrie, bei der NASA und in der ISS bewährten hätten.
Nach dem Start des einfach gebauten und leicht zu wartenden Raumschiffes werde ein aufblasbares Wohnmodul entfaltet, das vor dem Wiedereintritt abgesprengt werde.
Der ehemalige NASA-Raumfahrtingenieur, der sein Vermögen als Chef der kalifornischen Investitionsberatung Wilshire Associates gemacht hat und 2001 als erster Weltraumtourist für 20 Millionen Dollar für eine Woche mit den Russen zur Internationalen Raumstation ISS geflogen ist, will mit seiner "Mission für Amerika" Erfahrungen für die "nächste große Ära der Weltraumforschung" sammeln. Denn die bemannte Raumfahrt sei der Katalysator für das Wachstum und den Wohlstand der USA.
US-Präsident Barack Obama geht bislang davon aus, dass sein Land frühestens Mitte der 30er Jahre des jetzigen Jahrhunderts einen Astronauten zum Mars schicken kann. Die Russen nennen einen ähnlichen Zeitraum, betonen aber immer wieder, dass eine solche Mission nur in internationaler Zusammenarbeit zu stemmen sei.
Bei mehreren Experimenten sind bereits wertvolle Erfahrungen für eine Mars-Mission gewonnen worden. So hat der russische Arzt Waleri Poljakow 1994 und 1995 als erster Mensch knapp 438 Tage am Stück in der Raumstation MIR gearbeitet. Experten werteten die Langzeitmission als eine Art Selbstversuch, den Poljakow gesund überstanden hat.
Vom 3. Juni 2010 bis zum 4. November 2011 führten zudem sechs Freiwillige aus Russland, Italien, Frankreich und China in einer speziellen Versuchsanlage im Moskauer Institut für Medizinisch-Biologische Probleme (IMBP) einen virtuellen Flug zum Roten Planeten durch. Bei der realitätsnahen 520-Tage-Reise mit Ausstieg auf die nachempfundene Mars-Oberfläche fehlte lediglich die Schwerelosigkeit.
28.02.2013, 12:35 Uhr | dapd
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