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Astronomen spüren hunderte Galaxien hinter der Milchstraße auf

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Blick in 883 verschiedene Galaxien  

Forscher entdecken Hunderte versteckter Galaxien

10.02.2016, 19:00 Uhr | dpa

Astronomen der Universität von West-Australien in Perth haben hinter der Milchstraße Hunderte von Galaxien aufgespürt, die bislang keiner kannte. Die Entdeckung eröffnet neue Einblicke in eine kosmische Region, die den Namen "Großer Attraktor" trägt. 

Das internationale Team um Prof. Lister Staveley-Smith stellte seine Beobachtungen im Fachblatt "Astronomical Journal" vor.

Blick in 883 verschiedene Galaxien 

Mit einem speziell ausgerüsteten Radioteleskop gelang es den Astronomen, durch den Staub und das Sternenwirrwarr unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, in eine bislang weitgehend verborgene Himmelsregion zu spähen.

Dort registrierten die Forscher insgesamt 883 verschiedene Galaxien, von denen rund ein Drittel noch nie zuvor beobachtet worden sei. Die Galaxien liegen etwa 250 Millionen Lichtjahre entfernt in einer Richtung, auf die sich die Milchstraße mit einer Geschwindigkeit von mehr als zwei Millionen Kilometer pro Stunde zubewegt.

Beschleunigung der Milchstraße bislang ungeklärt 

Dieser sogenannte "Große Attraktor" wurde zuerst in den 1970er Jahren entdeckt. "Wir verstehen genau genommen nicht, was diese Schwerkraft-bedingte Beschleunigung der Milchstraße verursacht oder woher sie kommt", sagt Staveley-Smith in einer Mitteilung des Internationalen Zentrums für Radioastronomieforschung ICRAR, einer Kooperation der Universität von Westaustralien mit der australischen Curtin-Universität.

Bekannt sei, dass sich in dieser Region einige wenige sehr große Galaxienhaufen und sogenannte Galaxiensuperhaufen befinden.

"Eine Menge Masse, von der wir bis jetzt noch nichts wussten"

"Eine durchschnittliche Galaxie enthält Hundert Milliarden Sterne, die Entdeckung von Hunderten neuen Galaxien hinter der Milchstraße deutet also auf eine Menge Masse, von der wir bis jetzt noch nichts wussten", erklärt die Astronomin Renée Kraan-Korteweg von der Universität von Kapstadt. Die Forscher identifizierten verschiedene neue Strukturen, welche die Bewegung der Milchstraße erklären helfen könnten.

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