Elektroauto
Wie sicher sind Elektroautos bei einem Crash?07.09.2012, 15:46 Uhr | nz (CF)
Elektroautos gelten als umweltfreundliche Alternativen für Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren. Doch wie sieht es mit der Sicherheit der batteriebetriebenen Autos aus, wenn ein Unfall geschieht?
Batteriefahrzeuge tragen ein ganz bestimmtes Sicherheitsrisiko in sich, das bei Modellen, die mit konventionellem Kraftstoff wie Diesel, Benzin oder Gas fahren, nicht vorhanden ist: In den Lithium-Ionen-Batterien, mit denen Elektroautos angetrieben werden, befindet sich sowohl der Brennstoff als auch die Zündquelle im selben Gehäuse. Findet eine elektrische Überladung statt, ist die Kühlung nicht ausreichend oder wird die Batterie bei einem schweren Unfall beschädigt, kann dies zur Selbstentzündung der Batterie führen. Im schlimmsten Fall gerät auf diese Weise das ganze Fahrzeug in Brand oder kann sogar explodieren, wie der Unfall eines Elektrotaxis in China im Mai 2012 zeigte. Berichten verschiedener Medien zufolge war der Wagen vom Typ E6 des chinesischen Autoherstellers BYD (Build Your Dreams) von einem Sportwagen mit einer Geschwindigkeit von 150 bis 200 km/h gerammt worden - das Elektrotaxi explodierte.
Wie sicher ist ein Elektroauto beim Unfall? (Foto: Archiv)
Eine solche Explosion könne bei einem Unfall bei Elektroautos durch einen Kurzschluss ausgelöst werden, der wiederum die Batterie erhitzt und sie explodieren lässt, so die Erklärung des chinesischen Ingenieurs Lo Kok-Keung von der Honkonger Polytechnic University in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Nach Expertenaussagen sollen Elektroautos aber nicht generell höheren Risiken bei einem Unfall ausgesetzt sein als Fahrzeuge, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden. Die Batterien in Serienfahrzeugen von bekannten Automobilherstellern seien so gut geschützt, dass den Insassen bei einem Unfall durch Batterie oder Strom keine zusätzliche Gefahr drohe, so Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei DEKRA in einer Pressemitteilung der Prüfgesellschaft. Dass sich eine Batterie bei einem schweren Unfall entzündet sei eher der Einzelfall. Meist sei bei einem solchen Fall, bei dem es zu einer starken Deformation des Wagens kommen müsste, die Verletzung der Insassen durch den Aufprall das größere Problem, so Engelhaaf weiter.
Trotzdem müssen die Sicherheitsrisiken durch den Batterieantrieb offenbar weiter untersucht werden. Die Lithium-Ionen-Batterien seien zwar seit Jahren im Einsatz und gelten allgemein als beherrschbare Technik, doch Erfahrungen, die mit Handys, Notebooks oder Elektrofahrrädern gemacht wurden, könne man nicht aufs Auto übertragen, so Frank Ramowsky vom TÜV Rheinland in einem Bericht zum Brandrisiko von Elektroautos der "Welt". Der TÜV erarbeite daher neue Testvorschriften und Sicherheitsstandards für die eingesetzten Batterien, so Ramowsky. Auch Auto- und Batteriehersteller widmen sich außerdem weiterhin der Verbesserung der Lebensdauer und zuverlässiger Sicherheitsfunktionen von Lithium-Ionen-Batterien, wie die "Welt" weiter berichtet.
07.09.2012, 15:46 Uhr | nz (CF)
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