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Elektroautos: Satter Sound für Flüstermotoren?

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Elektroautos: Satter Sound für Flüstermotoren?

26.01.2012, 13:00 Uhr | fo (CF)

Elektroautos stoßen keine Schadstoffe aus und sind besonders leise. Manchmal sogar zu leise, denn was man nicht hört, stellt im Straßenverkehr ein höheres Unfallrisiko dar. Vor allem Fußgänger und Radfahrer sind durch die Flüsterautos gefährdet. Abhilfe könnte ein künstlicher Motorsound schaffen. Klicken Sie sich in unserer Fotoshow durch eine Auswahl aktueller Elektromobile.

Elektroautos zu leise für den Stadtverkehr

Städte ohne tosenden Autolärm – für viele Anwohner ist das eine traumhafte Vorstellung. Sobald sie sich jedoch als Fußgänger oder Radfahrer auf die Straße begeben, kann die Stille gefährliche Folgen haben, schreibt die "Welt". Elektroautos ohne den gewohnten Klang konventioneller Motoren werden nämlich schnell übersehen oder besser gesagt: überhört. Wie die Deutsche Welle berichtet, stellen sich deutlich hörbare Wind- und Reifengeräusche erst ab 25 Stundenkilometern (km/h) ein. Akustik-Experte Wolfgang Foken, sieht die geräuscharmen Autos in punkto Verkehrssicherheit deshalb kritisch. Er weist darauf hin, dass das Unfallrisiko durch Elektroautos steigen könnte: "Elektrofahrzeuge sind vor allem beim Anfahren, Rückwärtsfahren oder Einparken sehr leise", äußert er gegenüber der Deutschen Welle. Alle Manöver unter 25 km/h seien nahezu geräuschlos. (Elektroauto gebraucht kaufen: Tipps)

Für den Tesla-Roadster bieten Tuner spezielle Soundkits an (Quelle: imago\Sven Lambert)

Für den Tesla-Roadster bieten Tuner spezielle Soundkits an (Quelle: Sven Lambert/imago)

Künstlicher Lärm für mehr Sicherheit

Lösen soll dieses Problem künstlicher Lärm: Das Bundesumweltministerium plant nach Angaben der "Welt" eine neue Sound-Regelung für leise Elektroautos. "Akustische Systeme" sollen bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h Auskunft darüber geben, wie sich das Fahrzeug gerade verhält: Beschleunigt, verzögert oder bremst es gerade? Sogar eine UN-Vereinbarung sei der "Deutschen Welle" zufolge geplant. Damit sollen geräuscharme Elektro- oder Hybridfahrzeuge verpflichtet werden, ein Minimalgeräusch zu erzeugen, um sehbehinderte und ältere Verkehrsteilnehmer akustisch vor Gefahr zu warnen.

Elektroautos im Überblick

Gleicher Sound für alle Elektromobile

Klingen zukünftig also alle Elektroautos gleich? Das bleibt abzuwarten. Klar ist hingegen, dass es nicht mehr darum geht, "Fahrzeuge leiser zu machen, sondern mit einem Geräusch auszustatten, das einen gewissen Qualitätsanspruch erhebt", so Wolfgang Foken gegenüber der "Deutschen Welle".

Kritik von der Automobilindustrie

Einige Hersteller von Elektroautos haben bereits reagiert, wie die "Welt" berichtet. So liefern beispielsweise Toyota, Nissan und Peugeot, die Elektromobile bereits in Serienproduktion herstellen, ihre Fahrzeuge bereits mit entsprechenden Soundsystemen aus. Solange es keine einheitlichen Vorgaben gibt, sind der Fantasie von Soundtüftlern nur wenig Grenzen gesetzt: Der Tuner Brabus bietet seinen Kunden beispielsweise exklusiv für den Tesla Roadster die Soundkits "Beam", "Warp", "V8" und "Formel 1" an. Der entsprechende Klang wird per Lautsprecher nach außen übertragen.

Haben Soundkits Zukunft?

Ob sich diese außergewöhnlichen Sounds in Zukunft durchsetzen werden, ist zweifelhaft - schließlich führt gerade der Zwang nach mehr Geräuschpegel die puristische Philosophie der Elektromobil-Hersteller ad absurdum. So erklärt der Chef von Tesla-Motors Elon Musk: "Unsere Kunden schätzen das elegante Surren ohne penetrantes Motorbrummen. Sie möchten beim Fahren die Vögel singen hören." Daher wird ein Elektroauto auch in Zukunft voraussichtlich nicht wie ein Verbrennungsmotor klingen, darin sind sich die Experten einig. Ob und inwiefern Hersteller ihre Elektromobile mit Klang nachrüsten, wird die Zukunft zeigen. (Wie sicher sind Elektroautos?)

26.01.2012, 13:00 Uhr | fo (CF)

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