29.07.2013, 17:38 Uhr | ae (CF)/ses
Wenn Ihr Auto nicht in einer Garage oder einem Carport geparkt werden kann, besteht eine erhöhte Gefahr von Witterungsschäden. Hagelkörner können je nach Größe und Gewicht erhebliche Schäden an Ihrem Fahrzeug verursachen. Wir geben Tipps, wie Sie Hagelschäden am Auto durch eine günstige Reparatur beseitigen können und erklären, ob Ihre Versicherung für den entstandenen Schaden aufkommt.
Durch Hagelkörner können unschöne Beulen und Lackschäden entstehen. Heutzutage existieren verschiedene Methoden zur Reparatur, mit denen Sie günstig den Urzustand Ihres Fahrzeugs wiederherstellen können. Während früher die entstandenen kleinen Beulen ausgedrückt und großflächig angeschliffen werden mussten, um die beschädigte Stelle neu zu lackieren, gibt es heute wesentlich schnellere und verbesserte Ausbeultechniken. Es muss auch nicht bei jedem Schaden neu lackiert werden.
Hagelschaden: Wann zahlt die Versicherung? (Quelle: imago)
Eine Möglichkeit, Hagelschäden zu beheben, ist das Lackieren. Wie das Onlineportal "Hagelschaden.info" erklärt, werden hierbei Hageldellen großflächig abgeschliffen, geebnet und anschließend mit Spachtelmasse bestrichen. Nach einer Trocknungszeit wird die bearbeitete Stelle neu lackiert.
Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Hageldelle mit einem Bunsenbrenner zu erhitzen, so dass sich die Delle nach außen wölbt. Diese Wölbung wird anschließend mithilfe einer Feile geschliffen und anschließend neu lackiert. Das Lackieren ist teuer und zeitaufwendig. Die Reparaturzeit beträgt hier, je nach Schadensumfang, zwischen drei und vier Tagen. Zudem erleidet das Fahrzeug durch die Neulackierung einen Wertverlust.
Eine heutzutage gängige Methode Hagelschäden zu beseitigen, ist die sogenannte "Sanfte Hagelschaden Reparatur", wie hagelfix.de schreibt. Hierbei nutzt ein Fachmann Metallstäbe und ein spezielles Meißelwerkzeug, um kleine Dellen und Beulen aus der Karosserie des Fahrzeugs zu entfernen.
Die Beule wird mit den Hilfsmitteln aus der Karosserie herausgedrückt und -gezogen, ohne an der Karosserie bohren oder schleifen zu müssen. Im Vergleich zur Reparatur durch Lackieren dauert diese Art von Reparatur lediglich zwischen zehn und 20 Minuten - eine anschließende Neulackierung der beschädigten Stelle ist nicht nötig, weshalb das Fahrzeug auch keinen Wertverlust erleidet.
Diese Form der Reparatur ist allerdings nicht immer anwendbar. Sind die Hageldellen zu tief oder gar ganze Karosserieteile wie eine Tür durch Hagel beschädigt, muss auf die geld- und zeitaufwendige Reparatur durch Lackieren zurückgegriffen werden.
Laut ADAC sollte jeder Autofahrer mindestens einen Teilkasko-Versicherungsschutz besitzen, um im Schadensfall abgesichert zu sein. Gerade bei Sturm- und Hagelschäden ist eine Teilkasko-Versicherung unerlässlich. Sollte Ihr Fahrzeug nur Haftpflicht versichert sein, müssen Sie selbst für den entstandenen Schaden aufkommen. Informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung, um den genauen Leistungsumfang im Schadensfall zu erfragen. Tipp: Melden Sie einen Hagelschaden so schnell wie möglich Ihrer Versicherung, um spätere Unstimmigkeiten oder Zahlungsverweigerungen zu vermeiden.
29.07.2013, 17:38 Uhr | ae (CF)/ses
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