17.10.2012, 12:51 Uhr | me (CF)
Automobilhersteller versetzen durch strikte Warnungen die deutschen Autofahrer schon seit Jahren in Panik: Ohne Ölwechsel drohen angeblich Motorschäden und massiver Verschleiß am Fahrzeug. Davon profitieren vor allem manche Werkstätten. Für sie ist ein Ölwechsel durch Aufschläge ein lukrativer Zusatzverdienst. Lesen Sie hier, wie viel Geld Sie dieser einfache Service kosten kann und wie Sie günstiger davonkommen. In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen außerdem, welche Reparaturen und Ausbesserungen Sie am Auto selbst vornehmen können.
Sowohl Autohersteller als auch Werkstätten sehen es natürlich gern, wenn Autofahrer möglichst häufig einen Ölwechsel machen lassen. Viele lassen sich von den ausdrücklichen Empfehlungen und Warnungen blenden, wenn es um die Erhaltung des Autos geht. Um Motorschäden vorzubeugen gilt grundsätzlich: Alle 15.000 bis 30.000 Kilometer sollte das Motoröl gewechselt werden. Wann der exakt richtige Zeitpunkt ist, hängt vom Wagenmodell und Herstellertyp ab. Was Sie wissen sollten: Werkstätten verdienen sich mit dem Service ordentlich Extra-Geld und stellen oft erhöhte Rechnungen aus.
Beim Ölwechsel in der Werkstatt lässt sich gutes Geld sparen. (Quelle: dpa)
Nach Recherchen des Norddeutschem Rundfunk (NDR) wird ein Liter Longlife-Öl, das der Autohersteller für etwa fünf Euro einkauft, in der Vertragswerkstatt mit knapp 22 Euro netto berechnet. Bei einer Preissteigerung von mehr als 300 Prozent können Sie in diesem Fall tatsächlich von Abzocke sprechen. Noch deutlicher wird dies, wenn man bedenkt, dass Lieferanten laut NDR etwa 1,52 Euro pro Liter bezahlen - das sind 1300 Prozent Aufschlag für den Verbraucher.
Mit einem einfachen Tricks können Sie der Kostenfalle entkommen und beim Ölwechsel viel Geld sparen. Was viele nicht wissen: Sie können Ihr Öl auch selbst kaufen und in die Vertragswerkstatt bringen, die das in der Regel auch akzeptiert. In einem Qualitätstest wurden Öle aus dem Internet und Baumärkten geprüft und schnitten nahezu alle positiv ab, wie der NDR berichtet. Werfen Sie aber einen intensiven Blick auf die Produktinformationen, damit das Öl den Normen und Vorschriften des Automobilherstellers entspricht. Dann können Sie mit gutem Gewissen und ohne Angst vor Folgeschäden Geld sparen.
Handelt es sich nämlich um minderwertiges Öl ohne die Freigabe des Herstellers, drohen Gewährleistungsprobleme, wie Peter Weismann des Prüflabors Ölcheck beim NDR warnt. Wenn Sie ein Öl benutzen, das nicht für Ihren Motor geeignet ist, erlischt außerdem jegliche Gewährleistung bei Motorschäden. (Worauf es beim Kauf von Motoröl ankommt)
Achtung: Wenn Sie das Öl selbst kaufen und in die Werkstatt mitbringen, sollten sich darauf einstellen, dass Kosten für die Altöl-Entsorgung anfallen.
Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie den Ölwechsel natürlich auch selbst durchführen. Dabei müssen Sie aber auf jeden Fall beachten, dass sie eine am besten verschließbare Ölauffangschale haben, die groß genug ist, um das Altöl zu sammeln. Außerdem erleichtert eine Hebebühne oder Auffahrrampe den Zugang zum Ventil enorm. Damit das Öl besser abfließt, können Sie vorher auch noch den Motor warmfahren. Was die Entsorgung betrifft, ist der Händler, bei dem Sie das neue Öl erworben haben, gemäß § 8 Absatz 1der Altölverordnung dazu verpflichtet Ihr Altöl zur Entsorgung annehmen.
17.10.2012, 12:51 Uhr | me (CF)
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