Fahrverhalten
Autounfall: So verhalten Sie sich richtig06.05.2011, 15:12 Uhr | lc (CF) / bec
Ein Autounfall kommt immer unerwartet. Vor allem bei einem Unfall auf der Autobahn ist schnelles und richtiges Handeln angesagt. Doch auch in der Stadt oder auf der Landstraße können Sie sich und andere Verkehrsteilnehmer durch richtiges Verhalten an der Unfallstelle schützen. Das sollten Sie tun , wenn es bei Ihnen kracht oder Sie als Erster eine Unfallstelle erreichen und Hilfe leisten müssen.
Knapp 2,4 Millionen registrierte Verkehrsunfälle gab es 2010 laut Statistischem Bundesamt. Bei einem Unfall im Fließverkehr ist schnelles und richtiges Handeln das A und O. Oft sind Verkehrsteilnehmer unmittelbar nach dem Ereignis geschockt und erregt. Wenn Sie auf der Autobahn oder Landstraße in einen Unfall verwickelt sind, sollten Sie aber gerade in diesem Moment einen kühlen und klaren Kopf bewahren. Der ADAC rät daher: Beachten Sie zuerst die eigene Sicherheit! Vor dem Halten Ihres Pkw auf dem Stand- oder Seitenstreifen ist das Einschalten der Warnblinkanlage wichtig. So erkennen alle anderen Verkehrsteilnehmer Ihre brenzlige Situation und passen sich dieser durch eine gemäßigtere und ruhigere Fahrweise an. (Unfallhilfe: Diese Regeln gelten am Unfallort)
Unfall auf der Autobahn: So handeln Sie richtig. (Foto: imago)
Nach dem Halten auf dem Seitenstreifen sollten Sie vor dem Absichern der Unfallstelle in jedem Fall sofort Ihre Warnweste anziehen, damit Sie von den anderen Verkehrsteilnehmern nach dem Aussteigen direkt registriert werden. Lagern Sie die Warnweste daher nicht im Kofferraum, sondern griffbereit in unmittelbarer Reichweite des Cockpits. Sind Sie mit mehreren Insassen unterwegs, sollten Sie ausreichend Sicherheitswesten zur Verfügung haben. Nach dem Anlegen gilt es dann, den nachfolgenden Verkehr aufmerksam zu beobachten. Schalten Sie bei Dunkelheit die Beleuchtung des Fahrzeugs nicht aus.
Jetzt geht es darum, möglichst rasch die Unfallstelle abzusichern. Besonders auf der Autobahn ist langes Verweilen im Pkw gefährlich. Steigen Sie auf dem Standstreifen aber nicht auf der Fahrerseite aus, sondern rutschen Sie auf den Beifahrersitz und verlassen das Auto auf der für Sie sicheren Seite. Begeben Sie sich anschließend rasch hinter die Leitplanke, wo sie sofort mit dem Aufbau des Warndreiecks beginnen sollten. (Das richtige Fahrverhalten auf der Autobahn)
Nun kann das Warndreieck aufgestellt werden, um den weiteren Verkehr auf die Unfallstelle aufmerksam zu machen. Tragen Sie das Warnsignal dabei gut sichtbar vor sich her. Auf der Autobahn beträgt der Abstand mindestens 150 Meter, denn der Bremsweg der Autos ist hier wesentlich länger als auf der Landstraße. Dort beträgt die Distanz 100 Meter, im Ort nur 50 Meter. Die Polizei Niedersachsen empfiehlt für die Unfallabsicherung sogar einen Abstand von 200 Metern und idealerweise zusätzlich gelbe Blinkleuchten. Bei einer Kurve oder Bergkuppe sollten Sie das Warndreieck davor aufgestellt werden. Darauf weist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hin. Wichtig ist die Funktionsfähigkeit des Warndreiecks. So sollte es stabil genug sein, um vom Fahrtwind der anderen Autos nicht umzufallen. Überprüfen Sie daher für den Fall der Fälle schon im Vorfeld, ob das Warndreieck in Ihrem Auto noch seinen Zweck erfüllt.
Ob auf der Schnellstraße oder in der Stadt, erst nach der Absicherung der Unfallstelle kann Hilfe gerufen und bei Verletzten "Erste Hilfe" geleistet werden. Rufen Sie - falls nötig - einen Krankenwagen (112) und die Polizei (110). Entweder mit einer nahegelegenen Notrufsäule oder dem Handy. Der Anrufer sollte sich dabei möglichst ruhig verhalten und wichtige Informationen, wie Fahrtrichtung und Streckenkilometer, durchgeben.
Beim Warten auf Hilfe rät der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes dazu, einen ausreichenden Abstand vom Unfallfahrzeug einzuhalten. In der Regel stehen bei Blechschäden die Pkw dicht neben dem Straßenverkehr. Da wäre es viel zu gefährlich, im Auto zu bleiben. Beim Unfall auf der Autobahn sollten alle Beteiligten einige Meter hinter der Leitplanke auf die Polizei warten. Ist der Unfall innerorts oder auf der Landstraße passiert, kann zusätzlich der Kofferraum weit geöffnet werden. So erkennt der nachfolgende Verkehr die Situation wesentlich schneller.
1. Warnblinkanlage einschalten
2. Warnweste anlegen und Verkehr beobachten
3. Vorsichtig je nach Situation und Unfallort auf der Fahrer- oder Beifahrerseite aussteigen
4. Warndreieck aufbauen und in richtiger Entfernung vom Unfallort aufstellen - auf der Autobahn mindestens 150 Meter, Außerorts 100 Meter, Innerorts 50 Meter
5. Hilfe rufen - Rettungsdienst 112 oder Polizei 110 - und unmittelbar Erste Hilfe leisten
6. Beim Warten auf Hilfe - falls möglich - einen ausreichenden Abstand vom Unfallfahrzeug einhalten
Weitere Tipps: Wir verraten Ihnen, was Sie tun - und möglichst lassen sollten
06.05.2011, 15:12 Uhr | lc (CF) / bec
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