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Um mit dem Anhänger am Auto sicher ans Ziel zu kommen, müssen Sie einige Dinge beachten. Vor allem die richtige Beladung und das Einhalten des zulässigen Gesamtgewichts sind entscheidend. Ansonsten droht der Hänger ins Schlingern zu geraten.
Schauen Sie zunächst in Ihren Führerschein, welche Anhänger Sie ziehen dürfen. Unter Umständen können Sie mehr transportieren als Sie denken. Haben Sie Ihren Führerschein nämlich vor 1999 gemacht, und sind Sie im Besitz der Fahrerlaubnis Klasse 3, dann gilt: Sie dürfen Anhänger bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht ziehen. Das gesamte Gespann inklusive Zugfahrzeug darf sogar 7,5 Tonnen auf die Waage bringen. Führerscheine der Klasse B, die nach 1999 erworben wurden, bringen demgegenüber deutliche Einschränkungen mit sich. Hier darf der Hänger nur noch 750 Kilogramm und das gesamte Gespann 3,5 Tonnen wiegen, wobei der Hänger niemals schwerer als das Zugfahrzeug sein darf. Benutzen Sie ungebremste Anhänger, dürfen Sie allerdings nur ein Maximalgewicht von 750 Kilogramm ziehen. (Der Anhängerführerschein ist schnell und günstig gemacht)
Schauen Sie in die Fahrzeugpapiere, um mehr Informationen über Stützlast und zulässiges Gesamtgewicht zu ermitteln. Die Einträge zur Anhängelast finden Sie in neueren Zulassungsbescheinigungen im Feld O.1 oder O.2. Falls Sie einen alten Fahrzeugschein besitzen, finden Sie die Angaben bei Ziffer 28 oder 29.
Für eine sichere Fahrt mit Anhänger ist eine ideale Gewichtsverteilung unabdingbar. Nur so können Sie nämlich in Notfallsituationen angemessen reagieren, warnt der ADAC. Platzieren Sie schwere Teile über der Achse des Anhängers. Belasten Sie wiederum nicht die Hinterachse des Zugfahrzeugs, da diese schon die Last des Anhängers trägt. Sie können schwere Gepäckstücke am besten vor der Achse gleich hinter der Rückbank platzieren. Ansonsten packen Sie besser nur leichtere Ladung in den Kofferraum. Beim Packen des Anhängers weiterhin auf eine feste Fixierung der Ladung mit Sicherungsgurten achten. Während Sie Zwischenräume ausfüllen, können Sie kleinere Teile auch mit Planen oder Netzen sichern.
Grundsätzlich dürfen Sie nie schneller als 80 Kilometer pro Stunde fahren. Sie können aber auch eine höhere Geschwindigkeit beantragen, wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So sollte Ihr Wagen über ABS verfügen und die Anhängerreifen müssen für 120 Kilometer pro Stunde geeignet sein. Eine Plakette für "Tempo 100" ist dann hinten am Anhänger anzubringen.
Bedenken Sie stets, dass Sie bei der Fahrt mit einem Anhänger langsamer beschleunigen und einen längeren Bremsweg haben. Halten Sie also mehr Abstand zum vorderen Fahrzeug und bei Überholmanövern müssen Sie mehr Zeit einplanen, als wenn Sie lediglich mit dem Auto fahren. Beim Überholen auch auf genügend Raum zum Fahrzeug neben Ihnen halten. Denn sonst kann ein Sog entstehen und der Anhänger fängt zu schlingern an. In diesem Fall reduzieren Sie das Tempo vorsichtig, bis sich der Anhänger wieder stabilisiert.
Im Idealfall absolvieren Sie vor Ihrer ersten Fahrt ein Sicherheitstraining. Dabei erhalten Sie theoretische Tipps, können aber auch praktische Erfahrungen sammeln. So lernen Sie, wie sich ein Anhänger in bestimmten Situationen verhält und worauf Sie in besonderer Weise achten müssen. Mit diesem Wissen kommen Sie deutlich entspannter und sicherer an Ihr Ziel.
Quelle: mb (CF)
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