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Wann ist der Führerschein weg?

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Wann ist der Führerschein weg?

02.07.2012, 14:17 Uhr | dd (CF)

Der Führerschein kann schneller weg sein, als Ihnen lieb ist. In leichten Fällen dürfen Sie wenige Monate lang kein Fahrzeug mehr im Straßenverkehr führen – es gibt jedoch auch Fälle, in denen Ihnen lebenslang die Fahrerlaubnis entzogen werden kann.

Verlust des Führerscheins: Fahrverbot oder Führerscheinentzug

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen einem Fahrverbot, bei dem Sie Ihren Führerschein bis zu drei Monate verlieren können, und dem Führerscheinentzug. Mit diesem letzten Schritt wird Ihnen die Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen entzogen und eine Sperrfrist verhängt, die zwischen sechs Monaten und fünf Jahren dauert. Im Anschluss müssen Sie den Führerschein neu beantragen. Dafür müssen Sie jedoch gegebenenfalls erneut die theoretische und die praktische Fahrprüfung ablegen.

Wann ist der Führerschein weg?. Ein Monat Fahrverbot für Fahren bei rot (Foto: Archiv)

Ein Monat Fahrverbot für Fahren bei rot (Foto: Archiv)

In extremen Fällen kann Ihnen der Führerschein sogar lebenslang entzogen werden. Die Gründe hierfür können medizinischer Natur sein, wie beispielsweise eine starke Sehschwäche oder geistige Beeinträchtigungen wie Depressionen oder Schizophrenie. Aber charakterliche Schwächen können Sie für die Fahrerlaubnis dauerhaft disqualifizieren – das betrifft beispielsweise notorische Wiederholungstäter.

Alkohol und Drogen bringen den Lappen in Gefahr

Ein häufiger Grund für ein Fahrverbot sind Tempoverstöße: Sind Sie innerorts mit mehr als 31 Stundenkilometern zu schnell unterwegs oder außerorts mit mehr als 41 Stundenkilometern, ist der Lappen für einen Monat weg. Sollten Sie deutlich schneller fahren, kann das Fahrverbot auch auf drei Monate ausgeweitet werden.

Auch Alkohol am Steuer ist einer der Gründe, warum Sie als Autofahrer Ihren Führerschein zeitweise abgeben müssen. In Deutschland gilt eine Grenze von 0,5 Promille. Das bedeutet: Fahren Sie betrunken Auto und haben zwischen 0,5 und 1,09 Promille im Blut, droht ein Fahrverbot. Ab einem Wert von 1,1 Promille gelten Sie als fahruntauglich, sodass Sie mindestens sechs Monate lang ohne Führerschein dastehen.

Aber Vorsicht: Auch wenn Sie bereits mit 0,3 Promille unterwegs sind und Anzeichen von Fahruntüchtigkeit zeigen, kann der Führerschein in Gefahr sein. Häufig vergessen wird außerdem, dass Ihnen der Führerschein ebenfalls entzogen werden kann, wenn Sie betrunken mit einem Fahrrad unterwegs sind. Auch bei Drogenkonsum ist der Lappen weg – hier spielt laut "Autobild" die konsumierte Menge keine Rolle, da es keine Grenzwerte gibt.

Punkte in Flensburg sammeln

Es gibt jedoch auch viele geringere Vergehen, die nicht zu einem sofortigen Fahrverbot oder dem Verlust des Führerscheins führen. In solchen Fällen erhalten Sie neben möglichen Geldbußen zunächst Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg. Summieren sich diese irgendwann auf 8 Punkte, verlieren Sie die Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate, so die "Autobild".

Das neue Flensburger Punktesystem

Die meisten Punkte verfallen nach zweieinhalb Jahren - unabhängig davon, ob Sie neue Punkte sammeln oder nicht. Das war vor der Punktereform 2014 noch anders. Sofern Ihr Punktekonto mit maximal ein bis fünf Punkten belastet ist, können Sie es mit der Teilnahme an Aufbauseminaren oder einer verkehrspsychologischen Beratung verringern – und somit verhindern, dass Sie Ihren Führerschein verlieren. Das kann allerdings nur einmal in fünf Jahren passieren.

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